Scheitert Googles DoubleClick-Übernahme an Wettbewerbsregeln?

16. April 2007, 08:40
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Nachdem der Internet-Gigant Google am vergangenen Freitag die Übernahme des New Yorker Internet-Werbung-Spezialisten DoubleClick für 3,1 Milliarden Dollar angekündigt hat, glauben nun Konkurrenten, den Deal wegen wettbewerbsrechtlichen Gründen platzen lassen zu können.

Nachdem der Internet-Gigant Google am vergangenen Freitag die Übernahme des New Yorker Internet-Werbung-Spezialisten DoubleClick für 3,1 Milliarden Dollar angekündigt hat, glauben nun Konkurrenten, den Deal wegen wettbewerbsrechtlichen Gründen platzen lassen zu können. Wie das 'Wall Street Journal' heute schreibt, fanden am Wochenende Telefongespräche zwischen den Internet- und Medienunternehmen Microsoft, AT&T und Time Warner statt. Auch Viacom und Yahoo seien daran beteiligt gewesen.
Die Manager warnten US-Kartellbehörden vor einer Einschränkung des Wettbewerbs bei Internet-Werbung. Laut Microsoft würde Google nach dem Deal 80 Prozent des Internet-Werbe-Markts kontrollieren. Ein Google-Sprecher sagte, er sei zuversichtlich, die Zustimmung der Kartellbehörden zu bekommen.
Ironischerweise waren die Google-Konkurrenten selbst bis vor wenigen Tagen an einer Übernahme von DoubleClick interessiert. Der Gang zur Antitrust-Behörde wirkt nun also wie ein Rache-Akt gegen den grössten und mächtigsten Konkurrenten im Internet. Trotzdem sind die Argumente von Microsoft und Co. nicht aus der Luft gegriffen und durchaus ernst zu nehmen. (mim)

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