Schiessen statt fahren beim Robo-Wettkampf der EPFL

23. Juni 2016, 10:09
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Fünf Studierenden-Teams der ETH Lausanne (EPFL) sind mit ihren autonomen Robotern beim STI Robot Contest angetreten, den die Hochschule nun schon zum fünften Mal veranstaltet hat.

Fünf Studierenden-Teams der ETH Lausanne (EPFL) sind mit ihren autonomen Robotern beim STI Robot Contest angetreten, den die Hochschule nun schon zum fünften Mal veranstaltet hat. Die Maschinen mussten in einer mit Hindernissen versehenen Arena selbständig PET-Plastikflaschen sammeln und an verschiedene Sammelpunkte bringen. Je nach Zugänglichkeit der Flasche brachte ihnen das mehr oder weniger Punkte ein.
Den Sieg davon trug ein Team mit einem Roboter davon, den sie "Baby" tauften. Mit vier Sensoren spürte Baby Flaschen auf und sammelte sie mit einem klebrigen mechanischen Arm ein. Statt selbst zum Sammelpunkt zu fahren, schoss er die Flaschen dann aber mit einer Luftdruck-Kanone zielsicher zum Sammelpunkt und erreicht so das beste Ergebnis von 100 Punkten.
"Der Roboter hat einen elektronischen Kompass, um die Kanone auszurichten", erklärte eine von Babys Designerinnen, Chiara Ercolani, in einer Mitteilung der EPFL. Ausserdem werde die Kraft der Kanone je nach Distanz zum Zielpunkt angepasst.
"Wir dachten, es wäre doch Zeitverschwendung, den Roboter hin und her fahren zu lassen. Und die Idee einer Kanone war wirklich cool", sagte der ebenfalls beteiligte Antoine Tardy. Andere Roboter erreichten zwar keine so hohe Punktzahl, warteten aber auch mit Spezialeffekten auf: Einer wechselte zum Beispiel die Farbe der LED-Beleuchtung, je nachdem, ob er Flaschen geladen hatte oder nicht.
Auch wenn der Wettbewerb eher spassig daherkommt, steckt doch eine pädagogische Idee dahinter. Die Studierenden lernen im Rahmen ihres Semesterprojekts, ihr Budget zu verwalten und sich die Arbeit beim Design der Mechanik, Elektronik und der Software der Roboter auftzueilen , sagte Professor Auke Ijspert von der EPFL School of Engineering.
Auf der Facebook-Seite der EPFL. (hjm/sda)

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