Schlechte Noten für Websites von Zurich Financial, Richemont und Synthes

20. Mai 2008, 16:14
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    Das deutsche Unternehmen Watchmouse, Anbieter eines Überwachungsservices für Websites, hat die Firmenauftritte von zwanzig im Aktienindex SMI gelisteten Schweizer Grossfirmen während zwei Monaten in Bezug auf Ladedauern, Fehler und Verfügbarkeit unter die Lupe genommen.

    Das deutsche Unternehmen Watchmouse, Anbieter eines Überwachungsservices für Websites, hat die Firmenauftritte von zwanzig im Aktienindex SMI gelisteten Schweizer Grossfirmen während zwei Monaten in Bezug auf Ladedauern, Fehler und Verfügbarkeit unter die Lupe genommen.
    Die Websites von Richemont und Bâloise "glänzten" dabei gemäss Watchmouse durch lange Ladezeiten, die Site von Zurich Financial wies zusätzlich auch relativ viele Fehler auf.
    Die Websites von Zurich Financial und Richemont erhielten auch die Note "schlecht" in Bezug auf ihre Verfügbarkeit, genau so wie die Sites von Nobel Biocare, Nestlé, Adecco und Synthes. Das Prädikat "schlecht" verteilt WatchMouse für Verfügbarkeiten unter 99 Prozent, was einer Ausfallszeit von mehr als rund 7,5 Stunden pro Monat entspricht. Am schlechtesten unter den Schweizer SMI-Firmen schnitt in dieser Beziehung die Site von Synthes ab, die gemäss WatchMouse in einem Monat während mehr als 30 Stunden nicht erreichbar war.
    WatchMouse-Cheftechniker Mark Pors hält sich nicht mit Kritik zurück: "Ich hätte erwartet, dass die grössten Anbieter von Luxuswaren und Finanzdienstleistungen der Schweiz sich darum bemühen würden, ihren Kunden und Investoren schnelle und fehlerfreie Websites als wichtige Möglichkeit zum Angebot ihrer Produkte und Dienstleistungen sowie zur Stärkung des Markenbewusstseins zu bieten. Daher bin ich sehr überrascht, dass die Websites dieser grossen Unternehmen laut Untersuchungen weit unter dem branchenüblichen Standard liegen."
    Die Guten und die Deutschen
    Allerdings waren auch vier der Schweizer Firmenwebsites, nänmlich die von Credit Suisse, Swisslife, UBS und Swisscom, während des zweimonatigen Untersuchungszeitraums zu 100 Prozent erreichbar, und auch die Sites von Swiss Re und Novartis kamen auf über 99,9 Prozent Verfügbarkeit.
    Und ein Blick auf die von WatchMouse ebenfalls bewerteten deutschen "DAX30"-Unternehmen zeigt zudem, dass diese zumindest in Bezug auf die Verfügbarkeit betrachtet auch nicht generell besser abschneiden. Auch fünf der 30 deutschen Konzerne erhielten die Verfügbarkeitsnote schlecht. Die Site von ThyssenKrupp war im Untersuchungsmonat anscheinend fast neun Tage lang (!) nicht ereichbar. Und nur Volkswagen schaffte eine 100-Prozentige Verfügbarkeit. (hjm)

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