Schlechter Galaxy-S9-Absatz belastet Samsung

31. Juli 2018, 11:10
image

Die Flaute auf dem Smartphone-Markt und Konkurrenz aus China haben Samsung ein schwaches zweites Quartal beschert.

Die Flaute auf dem Smartphone-Markt und Konkurrenz aus China haben Samsung ein schwaches zweites Quartal beschert. Der Konzern weist das geringste Gewinnwachstum seit einem Jahr aus. Das Halbleitergeschäft hingegen laufe anhaltend gut, wie Samsung mitteilt.
Der Betriebsgewinn des Apple-Zulieferers und -Konkurrenten stieg im Jahresvergleich um 5,7 Prozent auf umgerechnet 13,2 Milliarden Franken (14,9 Billionen Won). Der Umsatz von Samsung ging in dem Zeitraum um vier Prozent auf umgerechnet 51,9 Milliarden Franken zurück.
Samsung schiebt die schwachen Zahlen unter anderem auf den Absatz des neusten Smartphones Galaxy S9, der hinter den Erwartungen zurückblieb. Die Smartphone-Sparte sei daneben durch höhere Marketing-Ausgabe belastet worden und die Konkurrenz durch günstigere Mobiltelefone verschärfe sich. Vor allem Xiaomi und Huawei haben sich zu starken Konkurrenten von Samsung entwickeln und üben insbesondere in China und Indien Druck auf den südkoreanischen Hersteller aus. Die Smartphone-Sparte trägt rund 40 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Der Betriebsgewinn im Mobilfunkgeschäft ging gegenüber dem Vorjahr um 34 Prozent auf umgerechnet 2,4 Milliarden Franken zurück, so die Mitteilung.
Wie in den Vorquartalen entwickelt sich aber das Halbleitergeschäft sehr gut. Der Betriebsgewinn in diesem Bereich ist laut Samsung um 45 Prozent auf umgerechnet über zehn Milliarden Franken angestiegen. Man profitiere vom starken Wachstum bei Kryptowährungen und dem Cloud-Geschäft, welches die Nachfrage nach Speicherchips antreibt.
Für die zweite Jahreshälfte erwartet Samsung einen anhaltend steigenden Bedarf an Chips. Die Nachfrage nach Smartphones und Tablets aber werde aufgrund der Konkurrenz durch preisgünstigere Modelle weiter zurückgehen. (kjo)

Loading

Mehr zum Thema

image

Das Wachstum der Hyperscaler verlangsamt sich

Bei AWS, Azure und Google Cloud ist es jahrelang nur steil bergauf gegangen. Jetzt aber macht sich der Spardruck der Kunden bemerkbar.

publiziert am 3.2.2023
image

APIs bei Twitter werden kostenpflichtig

Schon in weniger als einer Woche werden Entwicklerinnen und Entwickler zur Kasse gebeten. Ein Preismodell gibts noch nicht.

publiziert am 3.2.2023
image

Swisscom verdient 2022 weniger

Aber das dürften wir eigentlich noch gar nicht wissen. Die Publikation der Geschäftszahlen war ein Versehen.

publiziert am 3.2.2023
image

Meta spart und gibt sich optimistisch

Mark Zuckerberg kündigt ein "Jahr der Effizienz" an. Gestrichen werden Investitionen in RZs, das Management wird umgebaut.

publiziert am 2.2.2023