Schlechter Service, Notebook verloren – Kundin fordert Millionen-Dollar-Schadensersatz

14. Februar 2008, 12:45
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Verlorene Notebooks beziehungsweise die darauf befindlichen Daten, die in falsche Hände geraten könnten, sind vor allem für Behörden und Unternehmen wie Banken und Berater ein Problem.

Verlorene Notebooks beziehungsweise die darauf befindlichen Daten, die in falsche Hände geraten könnten, sind vor allem für Behörden und Unternehmen wie Banken und Berater ein Problem. Zumindest in den USA kann das Verlieren eines Notebooks allerdings auch für PC-Serviceleute beziehungsweise ihre Arbeitgeber zum gröberen Problem werden, wie ein aktueller Fall zeigt.
Eine Kundin hat gerade die Retailkette Best Buy auf einen Schadensersatz von 54 Millionen Dollar eingeklagt, weil ein Notebook, das sie dort zur Reparatur gab, verschwunden ist. Die Begründung für den Schadensersatz in dieser Hähe: Best Buy habe sie auf fahrlässige Weise zu einem potentiellen Opfer von Identitätsdiebstahl gemacht. Auf dem Notebook befanden sich gemäss der Kundin Raelyn Campbell viele persönliche Daten.
Campbell hofft allerdings gemäss 'MSNBC' nicht ernsthaft auf eine Millionen-Entschädigung, sondern auf eine zumindest "substantielle Entschädigung" und eine Entschuldigung. Richtig auf die Palme gebracht habe sie weniger das eigentliche Verschwinden des Notebooks sondern das Verhalten von Best Buy. Campbell hatte das Notebook, bei dem die Einschalttaste kaputt gegangen war, innerhalb der Garantiefrist zu Best Buy zurückgebracht. Dort war ihr versprochen worden, dass sie es in zwei bis sechs Wochen wieder erhalten würde. Nach sechs Wochen begann sie nachzufragen, worauf ihr einige Male versichert wurde, es sei noch im Reparaturzentrum, werde aber in wenigen Tagen bei ihr eintreffen.
Nachdem mehr als zwei Monate vergangen waren, fragte sie in ihrer Filiale nach und fand schliesslich heraus, dass ihr Gerät gar nie an die Reparaturzentrale geschickt wurde, sondern schon in der Filiale verloren ging. Danach erhielt sie von Best Buy ein Angebot für eine Entschädigung, die aber deutlich unter dem ursprünglichen Preis von Notebook plus Servicevertrag lag. Dies, zusammen mit einem eher unfreundlichen Mail eines Best-Buy Managers brachte sie schliesslich erst dazu, die Riesenklage einzureichen. (hjm)

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