Schlechtes Jahr und Stellenabbau bei Lexmark

30. Januar 2006, 13:35
  • international
  • geschäftszahlen
image

Der Druckerhersteller Lexmark hat letzte Woche die Zahlen des vierten Quartals sowie des vergangenen Geschäftsjahres veröffentlicht.

Der Druckerhersteller Lexmark hat letzte Woche die Zahlen des vierten Quartals sowie des vergangenen Geschäftsjahres veröffentlicht. Der Gewinn hat sich im letzten Quartal auf 82,3 Millionen US-Dollar halbiert. Auch der Quartalsumsatz ging um 12 Prozent von 1,54 Milliarden auf 1,37 Milliarden Dollar zurück. Grund sei der Preisverfall beim Geschäft mit Tintenstrahldruckern. Auch der Verkauf von Patronen und Tonern (der sehr margenträchtig ist) sei zurückgegangen, teilte das Unternehmen mit.
Im vergangenen Geschäftsjahr per 31. Dezember 2005 erwirtschaftete Lexmark 5,22 Milliarden Dollar, was einer Minderung um 2 Prozent verglichen mit dem Vorjahr entspricht. Die Bruttogewinnmarge lag bei 31,3 Prozent (2004: 33,7 Prozent). Der Umsatz ging praktisch in allen Bereichen runter.
Angesichts solch schlechten Nachrichten gab Lexmark zudem bekannt, 825 Stellen von insgesamt 11'000 streichen zu wollen. Weitere 525 Stellen sollen in Länder mit geringen Lohnkosten verlegt werden. Im Juli sprach Lexmark noch von 275 Stellen. Zudem soll bald eine Patronen-Fabrik in Rosyth in Schottland geschlossen werden. Lexmark-Angestellten in den USA wird ab sofort keine Pension mehr vertraglich zugesichert. Durch diese Massnahmen will Lexmark im laufenden Jahr 50 Millionen Dollar sparen, ab 2007 sollen 80 Millionen Dollar jährlich gespart werden. Die Kosten der Restrukturierung belaufen sich auf 130 Millionen Dollar.
Nur eine Stelle weniger bei Lexmark Schweiz
Zur Schweizer Niederlassung macht Lexmark keine Umsatz-Angaben. Vom weltweiten Stellenabbau sei Lexmark Schweiz aber "vorerst nicht betroffen", sagt Sabina Krunic, Market Manager Laser, gegenüber inside-channels.ch. Gehen wird aber bei Lexmark Schweiz Vera Stiffler, die als "PR & Communications Manager" bisher die Aufgabe der Sprecherin inne hatte. Sie verlässt das Unternehmen per 28. Februar 2006. Eine Nachfolge sei zur Zeit noch nicht geregelt, sagt Krunic, die in der Zwischenzeit die Aufgaben von Stiffler übernehmen wird. Die Gesamtleitung des Marketings liegt nach wie vor bei Martin Kofler. (Maurizio Minetti)

Loading

Mehr zum Thema

image

Das Wachstum der Hyperscaler verlangsamt sich

Bei AWS, Azure und Google Cloud ist es jahrelang nur steil bergauf gegangen. Jetzt aber macht sich der Spardruck der Kunden bemerkbar.

publiziert am 3.2.2023
image

APIs bei Twitter werden kostenpflichtig

Schon in weniger als einer Woche werden Entwicklerinnen und Entwickler zur Kasse gebeten. Ein Preismodell gibts noch nicht.

publiziert am 3.2.2023
image

Swisscom verdient 2022 weniger

Aber das dürften wir eigentlich noch gar nicht wissen. Die Publikation der Geschäftszahlen war ein Versehen.

publiziert am 3.2.2023
image

Meta spart und gibt sich optimistisch

Mark Zuckerberg kündigt ein "Jahr der Effizienz" an. Gestrichen werden Investitionen in RZs, das Management wird umgebaut.

publiziert am 2.2.2023