Schloter will mehr Emotionen in der Swisscom-Werbung

8. Oktober 2008, 12:37
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An einer Podiumsdiskussion des Art Directors Club letzte Woche in Zürich hat Swisscom-CEO Carsten Schloter die Werbung seines Konzern hart kritisiert: "Es tut weh, wenn man die eigene Werbung sieht und merkt, dass da mehr dahinterstecken könnte".

An einer Podiumsdiskussion des Art Directors Club letzte Woche in Zürich hat Swisscom-CEO Carsten Schloter die Werbung seines Konzern hart kritisiert: "Es tut weh, wenn man die eigene Werbung sieht und merkt, dass da mehr dahinterstecken könnte". Dabei steht nicht nur das erst Anfangs dieses Jahres neu eingeführte animierte Logo in der Kritik, sondern auch der Gesamtauftritt. Stefan Nünlist, der das Rebranding als Konzernleitungsmitglied geführt und umgesetzt hatte, gibt gegenüber der 'Handelszeitung' zu, dass bei der Einführung der neuen Marke "nicht alles optimal gelaufen ist und einiges noch besser hätte gemacht werden können". Die Bildwelt müsse nun emotionaler gestaltet und der Servicegedanke mehr betont werden.
Kritiker loben zwar, dass das Logo als einziges in der Branche hierzulande multimedial sei, allerdings sei es inhaltslos und komme fünf Jahre zu früh. Das Potenzial eines solchen bewegten Logos wird jedenfalls praktisch nicht genutzt.
Eine Marschänderung in der Markenkommunikation dürfte gemäss 'Handelszeitung' aber nicht einfach werden. So wünsche sich Swisscom-VR-Präsident Anton Scherrer ein eher seriöser Auftritt, während Carsten Schloter die Themen Innovation, Trends und Wachstum am Herzen lägen und er diese, wie früher bei Swisscom Mobile, auch in der Werbung für die "neue" Swisscom sehen wolle. (bt)

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