Schmalband ist nicht tot

9. Februar 2010, 16:23
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Die meisten Internet-Nutzer in der Schweiz surfen per Breitbandanschluss. Doch eine kleine Minderheit bleibt immer noch beim Schmalband.

Die meisten Internet-Nutzer in der Schweiz surfen per Breitbandanschluss. Doch eine kleine Minderheit bleibt immer noch beim Schmalband.
Schweizer und Schweizerinnen bevorzugen für den Internetanschluss zu Hause Festnetz-Breitbandverbindungen. Diese nicht ganz überraschende Feststellung geht aus einer Umfrage über den Internetanschluss und dessen Nutzung hervor, die von "M.I.S Trend" im Auftrag des Bundesamts für Kommunikation (Bakom) durchgeführt wurde. Insgesamt wurden 1147 Haushalte aus der ganzen Schweiz im September letzten Jahres befragt, wie das Bakom in einer Mitteilung schreibt.
71 Prozent der befragten Haushalte haben einen Internetanschluss. Der Rest – immerhin fast ein Drittel – kommt ohne eigenen Anschluss aus. Die Mehrheit dieser 29 Prozent gibt als Grund das Fehlen eines Computers und/oder das fehlende Interesse an. Von den 71 Prozent der Haushalte mit eigenem Internetanschluss haben 89 Prozent Festnetz-Breitband via Telefonleitung oder TV-Kabel gewählt. "Lediglich 6 Prozent", so das Bakom, benutzen noch ein Dial-up-Modem. Die Zahl der "Schmalband"-Surfer ist zwar seit Jahren rückläufig, doch offenbar ist diese Technik nicht tot zu kriegen. Gemäss der Studie handelt es sich bei den "Schmalband"-Nutzern eher um Einpersonenhaushalte und Haushalte von Personen im Ruhestand und anderen Nichterwerbstätigen. Sie brauchen das Internet nicht oft oder sind mit der Schmalband-Geschwindigkeit ganz einfach zufrieden.
Die Studie zeigt zudem, dass das wichtigste Kriterium bei der Wahl eines Telekom-Anbieters die Qualität der Dienstleistungen ist. 92 Prozent der befragten Haushalte erachten das Qualitätskriterium als wichtig. Dahinter folgen der Kundensupport und die Klarheit der Informationen (90%) sowie der Zugangspreis (89%). Die angebotenen Surfgeschwindigkeiten belegen den vierten Platz unter den acht vorgegebenen Kriterien.
Ist der Provider einmal gewählt, bleiben ihm die Benutzer in der Regel treu und sind mit den erbrachten Leistungen zufrieden. Zwei Drittel der Haushalte haben den Anbieter noch nie gewechselt, seit sie über einen Internetanschluss verfügen, und ein knappes Viertel hat dies lediglich einmal getan. Diese "relative Unbeweglichkeit" lasse sich teilweise mit dem Zufriedenheitsgrad der Benutzer erklären.
Weitere Informationen zur Nutzung des Internetanschlusses in der Schweiz gibt es in der Studie, die auch online zugänglich ist. (mim)

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