Schnelle IT macht Unternehmen profitabler, glauben Schweizer IT-Manager

4. Juli 2007, 09:22
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Aber das Tempo leidet unter Personalmangel und anderen Widrigkeiten.

Aber das Tempo leidet unter Personalmangel und anderen Widrigkeiten.
Gemäss einer von HP in Auftrag gegebenen und von der Economist Intelligence Unit Studie glaubt eine Mehrheit der IT-Manager weltweit, dass eine "schnellere" IT direkt zur Profitabilität ihres Unternehmens beitragen könnte. Damit ist nicht eine höhere Perfomance von Hard- und Software gemeint, sondern ein höheres Tempo bei der Bereitstellung von neuen IT-Möglichkeiten. 62 Prozent der rund 1100 Teilnehmer an der Umfrage stimmten der Aussage "Eine schnellere Fertigstellung von IT-Projekten und Bereitstellung von IT-Services würde den Profit meines Unternehmens deutlich erhöhen" zu. Von den beteiligten Schweizer IT-Leuten waren sogar 64 Prozent mit dieser Aussage einverstanden.
Der wünschenswerten Agilität der IT wird aber von vielen Bremsfaktoren behindert. Am häufigsten genannt wurden von den Schweizern die folgenden Punkte: Fehlende Koordination zwischen IT und Business (44 Prozent), Outsourcing (!) (36 Prozent), Überlastung der IT-Abteilung (36 Prozent), zu wenig Business Ressourcen: (28 Prozent), Änderungen der Geschäftsprioritäten während des Projekts (24 Prozent), mangelhafte Definition von Anforderungen (16 Prozent).
Immerhin glaubt international eine grosse Mehrheit (94 Prozent) der IT-Manager, dass die Agilität ihrer IT in letzter Zeit zugenommen oder zumindest nicht abgenommen hat. (Spezifische Schweizer Resultate zu dieser Frage sind uns nicht bekannt.) Und verspätete Projekte sind zwar immer noch bedauerlich häufig, aber anscheinend keineswegs die Regel: Von den Schweizer IT-Verantwortlichen, die sich an der telefonischen Umfrage beteiligten, erklärten knapp zwei Drittel, dass 10 Prozent der IT-Projekte später fertig würden als geplant. Bei 12 Prozent sind es rund ein Viertel der Projekte.
Verspätete Lancierungen von neuen Produkten oder Services wurden international am häufigsten als eine der negativen Folgen von verzögerten IT-Projekten genannt. Dahinter folgte der Verlust von vorgesehenen Umsätzen, nicht realisierte Kosteneinsparungen, schlechte Integration von neuen Geschäftsteilen nach Fusionen oder Übernahmen und negative Folgen für das Image eines Unternehmens.
Als negative Folge könnte man auch die häufigste Reaktion auf verzögerte IT-Projekte sehen: 60 Prozent der Schweizer Unternehmen reduzieren in dieser Situation den Umfang des Projekts. 56 Prozent erhöhen aber auch das IT-Budget und 44 Prozent heuern mehr IT-Leute an. Rund ein Fünftel reduziert die Qualität der Anwendung und – nicht unbedingt empfehlenswert - der Leistungstests. (Hans Jörg Maron)
Ein Whitepaper mit den internationalen Ergebnissen der Studie findet man hier.

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