Schon wieder Zoff um Windows-WMF-Löcher

10. Januar 2006, 07:11
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Gerade erst hat Microsoft einen Notpatch veröffentlicht, und schon wurden neue Lecks in der Windows-Bildverarbeitung entdeckt.

Gerade erst hat Microsoft einen Notpatch veröffentlicht, und schon wurden neue Lecks in der Windows-Bildverarbeitung entdeckt.
Kaum hat Microsoft den gravierenden letzte Fehler in der Art, wie die Grafikengine von Windows mit WMF-Files umgeht, mit einem Not-Patch korrigiert, gibt es schon wieder neuen Ärger um WMF. Der Sicherheitsexperte Frank Ruder hat bereits zwei neue Sicherheitslöcher entdeckt, für die es noch keine Patches gibt. Zum Glück sind allerdings auch noch keine "Exploits" (Hackertools, welche diese Löcher ausnützen könnten) aufgetaucht.
Unklar ist allerdings, wie gravierend diese sind. Security Focus berichtet in einer Beschreibung der Probleme, dass die Fehler zwar Programmabstürze verursachen könnten, dass es aber nicht möglich sei, sie für die Einschleusung von Hackerprogrammen auszunützen.
Mit dem Ausdruck WMF werden viele User nicht viel anfangen können, und man wird auch kaum je auf ".wmf"-Files stossen. Löcher darin sind trotzdem potentiell gravierend: Fehler bei der WMF-Verarbeitung betreffen auch andere Bildformate, da die WMF-Verarbeitung immer gestartet wird, wenn Windows ein Bild öffnet. Bösartiger WMF-Code kann also zum Beispiel auch in einem normalen JPEG-Bild eingebettet werden – und theoretisch schon ausgeführt werden, wenn man nur eine Website besucht. (hjm)

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