Schulterschluss: Zwölf Schweizer VARs bilden neue Firmengruppe

15. November 2006, 18:01
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"Gemeinsam sind wir stärker", haben sich 12 KMU- und HP-Spezialisten gesagt und wollen zukünftig in einer Genossenschaft eng zusammenarbeiten.

"Gemeinsam sind wir stärker", haben sich 12 KMU- und HP-Spezialisten gesagt und wollen zukünftig unter dem Namen SKIP in einer Genossenschaft eng zusammenarbeiten.
Zwölf Deutschschweizer und Lichtensteiner VARs wollen zukünftig eng zusammenarbeiten. Unter dem Namen SKIP – Swiss KMU IT-Partner – haben die beteiligten Firmen, allesamt in der System- und Applikations-Integration im HP Umfeld tätig, eine Genossenschaft gegründet. Mitglieder sind die Arnel Informatik in Zürich, die Basler Baltek, Glaronia in Glarus, HSL Informatik, Balzers, Klein Computer System, Dübendorf, Leuchter Informatik, Luzern, Marvo Engineering, Balzers, NetCommunications, Dübendorf, Niederer Electronic, Abtwil, OCOM, Brig, Spirig Computer, Heerbrugg und Vollenweider EDV, Winterthur.
Insgesamt beschäftigen diese Firmen gemäss Daniel Jäggli von der Leuchter Informatik 185 Mitarbeitende – ensteht damit in der Schweiz eine neue "VAR-Macht" in der Grössenordnung von MTF, redIT, Bechtle und Co? Die Marktveränderungen und die allgemeine Konsolidierung in der VAR-Landschaft spielt als Hintergrund des Zusammengehens sicher eine Rolle. Die SKIP-Gruppe, nach Eigendefinition "ein Netzwerk und eine Interessenvertretung von unabhängigen ITC-Firmen" wird aber zumindest vorerst eine relativ lose Gemeinschaft bleiben – typisch schweizerisch föderalistisch, könnte man sagen.
Präsidentin von SKIP ist Ruth Odermatt von Arnel. Die Verwaltungsaufgaben sollen aber gemäss Jäggli unter den Mitgliedern verteilt werden und die Verwaltung insgesamt möglichst schlank bleiben. Die einzelnen Firmen werden weiter unter dem eigenen Namen auftreten, mit dem Zusatz "Mitglied der SKIP-Gruppe".
Wäre aber später ein engerer Zusammenschluss beziehungsweise ein gemeinsamer Auftritt im Stil der MTF-Gruppe möglich. Wie Jäggli gegenüber inside-channels.ch meinte, habe er diese Frage natürlich erwartet. Man habe sich sicher bei der Gründung von SKIP natürlich ähnliche Gedanken gemacht, wie sie zur Bildung der MTF-Gruppe führten. Auch ein zukünftiger gemeinsamer Auftritt sei vielleicht einmal eine Möglichkeit – vorerst wolle man aber sehen, "wie sich die Dinge mit der gegenwärtigen Zusammenarbeit entwickeln". Wenn man sich zu einem gemeinsamen Auftritt entschliesse, werde wiederum jede der beteiligten Firmen für sich entscheiden, ob sie dabei mitgehen wolle.
Gemeinsame Projekte, "Konkurrenzverbot", koordinierter Einkauf
Zu den erklärten gegenwärtigen Zielen von SKIP gehört die Nutzung von Synergien zwischen einzelnen Mitgliedern oder der ganzen Gruppe, die Schaffung einer gemeinsamen Plattform zum Austausch von Know-how, die Vermeidung von unnötigen Konkurrenzsituationen unter den Partnern, sowie gemeinsame Offerten als Bietergemeinschaften oder Generalunternehmen in grösseren Projekten. Die SKIP-Mitglieder wollen ausserdem von bestehenden Zertifizierungen innerhalb der Gruppe profitieren und gemeinsam neue Zertifizierungen erlangen.
Und ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist natürlich der Einkauf, beziehungsweise gemäss SKIP das "Ausrichten des Produkte-Sortiments und die Konzentration des Einkaufsvolumens auf leistungsfähige Lieferanten." Wie uns Jäggli erklärte, werden aber auch in dieser Beziehung die Mitglieder in Zukunft teilweise gemeinsam und teilweise unabhängig agieren. Die Gruppe, so Jäggli, werde mit jedem wichtigen Hersteller und Distributor einen Gruppenvertrag abschliessen. Den Lieferanten würde zudem jeweils eine bestimmte Kontaktperson innerhalb der Gruppe zugeteilt, die Koordinationsaufgaben übernimmt. Für einzelne Projekte würden die Einkaufsverhandlungen aber jeweils von den betroffenen SKIP-Mitgliedern geführt.
Wird SKIP also ein wichtiger Name in der Schweizer IT-Landschaft? Man kann gespannt sein. (Hans Jörg Maron)

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