Schutz vor Phishing dank Chiplesegerät

10. März 2006, 12:50
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An der CeBIT präsentierten der Softwareanbieter PPI Financial Systems und der Chipkartenleser-Produzent Reiner SCT eine Lösung, die absoluten Schutz vor Trojanern und Viren bieten soll.

An der CeBIT präsentierten der Softwareanbieter PPI Financial Systems und der Chipkartenleser-Produzent Reiner SCT eine Lösung, die absoluten Schutz vor Trojanern und Viren bieten soll. Insbesondere wird behauptet, dass anhand eines Chiplesegeräts mit Trojanern kombinierte Phishing-Attacken vermieden werden können.
Sicherheitsvorkehrungen wie Prüf- und Ansteuerungsroutinen werden anstatt auf der PC-Software auf dem Chiplesegerät ausgeführt, was die Manipulation der Software verhindert. Die Lösung basiere auf der elektronischen Unterschrift von Kunden und Bankinstitut. Ein solches Gerät soll um die 100 Euro kosten.
Wie allerdings vermieden werden soll, dass auf einer fremden Site Passwörter eingegeben werden (das Ziel von Phisher), bleibt unklar. Dann würden die Daten nicht an die Bank verschickt, die eine Manipulation feststellen könnte, sondern an Betrüger.
Aber vielleicht gehört Phishing ja bald der Vergangenheit an. An der selben Messe in Hannover sagte Eugene Kaspersky vom gleichnamigen Security-Unternehmen, Phishing sei auf dem Rückmarsch. Die Zahl der Phishing-Mails gehe zurück, Bankkunden seien genügend sensibilisiert. Damit wollte er aber nicht Entwarnung geben, sondern darauf hinweisen, dass Betrüger neue Wege suchen, um an die gewünschten Informationen heranzukommen. Als Beispiel nannte er Social Engineering, womit Passwörter nicht nur dank technischer Unterstützung gestohlen werden, sondern Opfer persönlich kontaktiert werden. Sie werden etwa per Telefon aufgefordert, aktuelle Daten herauszugeben. Die Betrüger geben dann jeweils an, für die Bank oder für einen Sicherheitsdienst zu operieren. (mim)

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