Schwacher Euro drückt auf den Schweizer Gaming-Markt

1. Dezember 2011, 15:23
  • schweiz
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Der Schweizer Markt für Video- und Computerspiele ist auch im dritten Quartal weiter geschrumpft.

Der Schweizer Markt für Video- und Computerspiele ist auch im dritten Quartal weiter geschrumpft. Der Gesamtmarkt (Konsolen sowie Games für Konsolen und PC) verlor im Vergleich zum Vorjahresquartal 14,1 Prozent nach Absatz/Stückzahlen und sogar um 29,1 Prozent nach Umsatz. Auch der Markt für Spiele schwächelt mit -16,8 Prozent beim Absatz beziehungsweise -24,5 Prozent beim Umsatz.
Für die Swiss Interactive Entertainment Association (SIEA) haben zwei Sonderfaktoren das Quartalsergebnis massgeblich mitgeprägt. So sei die Erfassungsperiode 2011 eine Woche kürzer als im Vorjahr und zudem hätten die Auswirkungen des starken Frankens auch vor der Spielebranche nicht halt gemacht. Die SIEA schätzt, das rund 15 bis 20 Prozent des Umsatzrückgangs auf die Euro-Schwäche zurückzuführen sind, die zu Preisanpassungen geführt hätten. Darüber hinaus, so der Verband weiter, gäbe es unverändert Verschiebungen in Richtung Spiele für Smartphones und Online-Spiele, die nicht über den Ladentisch verkauft und damit nicht in den SIEA-Marktzahlen erfasst werden.
"Verhalten optimistisch" gibt man sich beim Verband für das Jahresendgeschäft. Neben der Markterholung, die ab Mitte des dritten Quartals eingesetzt habe, setzt man auch auf neue Top-Spiele, die sich positiv auf die Verkaufszahlen auswirken sollen. Allerdings müsse man aufgrund der ungünstigen Rahmenbedingungen davon ausgehen, dass die Vorjahreswerte nicht ganz erreicht werden. (bt)

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