Schwaches Lizenzgeschäft bremst SAF aus

15. März 2011, 11:05
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Der Softwarehersteller SAF, dessen Hauptsitz sich in Tägerwilen befindet und der im Jahr 2009 --/frontend/insidechannels?_d=_article&site=ic&news.

Der Softwarehersteller SAF, dessen Hauptsitz sich in Tägerwilen befindet und der im Jahr 2009 vom deutschen Softwareriesen SAP überommen wurde, konnte davon (zumindest letztes Jahr) bisher nicht profitieren. Im Gegenteil: Der Lizenzumsatz von SAF brach 2010 verglichen mit 2009 um 31,5 Prozent auf 4,8 Millionen Euro ein. Obwohl der Umsatz mit Wartungsaufträgen um 11,9 Prozent auf 8,9 Millionen Euro und der Umsatz mit anderen Services um 23,7 Prozent auf 1,9 Millionen Euro stieg, schrumpfte dadurch der Gesamtumsatz um 5,9 Prozent auf 15,6 Millionen Euro.
Der Reingewinn verdreifachte sich zwar trotzdem von 0,6 Millionen Euro 2009 auf 2,0 Millionen Euro 2010. Dies lag aber laut SAF daran, dass letztes Jahr Sonderkosten im Zuge der Übernahme, die den Gewinn im vorangegangenen Jahr geschmälert hatten, wegfielen.
SAF ist auf die Entwicklung von Bestell- und Prognose-Software für Handel und Industrie spezialisiert. Laut SAF verlief das erste Halbjahr 2010 vielversprechend, das zweite Halbjahr und insbesondere das vierte Quartal dagegen entäuschend. Hier muss man allerdings dazusetzen, dass SAF viele Grosskunden beliefert und daher auch von einem gewissen Klumpenrisiko betroffen ist. Ein grosser Lizenzabschluss in den USA, der eigentlich für das vierte Quartal erhofft worden war, hätte beispielsweise das Ergebnis deutlich aufpolieren können.
Die neue Mutter SAP konnte letztes Jahr neun OEM-Lizenzen verkaufen und trug damit bereits deutlich zum Lizenzumsatz bei, konnte aber laut SAF auch nicht an die Erfolge aus dem Geschäftsjahr 2009 anknüpfen.
SAF-Chef Udo Meyzis hofft nun, dass die Zukunft wieder bessere Umsätze bringt, auch aufgrund der Zusammenarbeit mit SAP: "Das Geschäftsjahr 2010 war durch die Neubesetzung des Managements, die engere Zusammenarbeit mit dem Mehrheitsaktionär SAP und die Neuausrichtung der Strategie von vielen Veränderungen geprägt. Wir haben damit den Grundstein für den weiteren Erfolgskurs von SAF gelegt und können die Synergien aus der gestärkten Partnerschaft mit SAP in der Zukunft voll ausschöpfen.“ (hjm)

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