Schweiz hat die Nase vorn beim Einsatz von Software-Robotern

16. Juli 2020 um 15:00
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RPA soll fast keine Angestellten einsparen, wie einer Studie zu entnehmen ist. Zudem soll noch viel Potential in der Technologie schlummern.

Mehr als die Hälfte der Unternehmen in der Schweiz, Deutschland und Österreich setzen auf Software-Roboter. Die Schweiz hat dabei die Nase vorn: Hierzulande hätten 63% der Firmen Robotic Process Automation (RPA) implementiert. Dies geht aus einer Studie des Wirtschaftsprüfers und Beraters PwC hervor. Die Anzahl der eingesetzten Bots ist derweil noch relativ gering: 58% nutzen 1 bis 5 Software-Roboter.
Die häufigsten Gründe, nicht darauf zu setzen, sind mangelnde Kenntnisse der Technologie sowie die Angst vor Komplexität und Kosten der Implementierung. Fast 60% jener Schweizer Firmen, die noch nicht auf RPA setzen, gaben an, dass sie vor dem hohen Aufwand der Implementierung zurückschrecken würden. Das ist der Höchstwert in der DACH-Region.
Die Studie von PwC legt nahe, dass Software-Roboter Angestellte eher entlasten als überflüssig machen. 72% der Firmen gaben demnach an, dass sie wegen Bots nicht auf Angestellte verzichten würden. 18% sagten allerdings, dass sie direktes Potenzial für die Reduktion der Belegschaft sehen.
Am häufigsten eingesetzt wird RPA für das Controlling (63%), das Berichtswesen (61%), die Qualitätssicherung (41%) und die Validierung von Daten (41%). Es gebe aber fortschrittliche Firmen, die Software-Roboter bereits für Preisverhandlungen im Einkauf einsetzten oder in Kombination mit Chatbots für den Kundenkontakt.
Mit dem Einsatz korrespondieren auch die Ziele, die Schweizer Unternehmen angaben. Am häufigsten wurden Effizienzgewinne und Zeitersparnis genannt, doch auch die Qualitätserhöhung geniesst einen hohen strategischen Stellenwert. 79% der Befragten sagten, dass sie dank der Technologie Zeit sparen könnten. Fast so viele sehen noch weitere Möglichkeiten für die RPA-gestützte Prozessoptimierung.
Für die Studie hat PwC 141 Firmen aus dem DACH-Raum befragt, darunter 30 aus der Schweiz. Eine deutliche Mehrheit der Unternehmen erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von über 100 Millionen Euro. Die Studie (PDF) kann von der Website von PwC heruntergeladen werden.

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