Schweiz: ICT-Readyness Spitze, E-Gov-Mittelmass

6. Juli 2016, 15:22
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Die Schweiz gehört immer noch zur weltweiten Speerspitze beim modernen ICT-Einsatz.

Die Schweiz gehört immer noch zur weltweiten Speerspitze beim modernen ICT-Einsatz. Zu diesem Schluss kommen jedenfalls die diesjährigen Zahlen des Networked Readiness Index (NRI), den das World Economic Forums (WEF) als hauseigenen "Global Information Technology Report" publiziert.
Weil hierzulande die online angebotenen Dienstleistungen der öffentlichen Hand aber nur wenig besser als das Mittelmass aller analysierten 139 Länder sind, wurde die Schweiz in der Gesamtwertung um einen Platz auf Rang sieben zurückgestuft. Übrigens schneiden die hiesigen Unternehmen hier gut ab. Wobei die Schweiz bei den regulatorischen Rahmenbedingungen aus der breiten Masse herausragt. Gute Resultate gab es vor allem auch bei der Fähigkeit, einen wirtschaftlichen Effekt aus den ICT-Investitionen zu ziehen. Generell gelte, dass Individuen diese neuen Technologien begeisterter als Regierungen und Unternehmen aufnehmen.
Gemessen wird mit dem NRI die ICT-Durchdringung einer Gesellschaft. Dabei rangiert wie im letzten Jahr Singapur auf Platz eins der Topten vor den drei nordischen Ländern Finnland, Schweden und Norwegen, gefolgt von den USA, den Niederlanden, der Schweiz, Grossbritannien, Luxemburg und Japan. Laut dem Index ist in Eurasien Kasachstan führend, in Lateinamerika Chile und in der arabischen Welt sind es die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar. Im asiatischen Raum belegt Malaysia den Spitzenplatz unter den asiatischen Schwellenländern und in der Region Subsahara-Afrika machen laut WEF Südafrika, Äthiopien und die Elfenbeinküste die grössten Fortschritte.
Schere zwischen den Ländern öffnet sich
Dass die ICT-Entwicklung breit Fuss fasst, lässt sich daran ablesen, dass fast drei Viertel der ausgewerteten Länder ihre Position gegenüber dem Vorjahr verbesserten. Weniger Zuversichtlich stimmt allerdings, dass seit 2012 die Unterschiede zwischen den Ländern grösser werden. Den führenden Nationen wird hingegen bescheinigt, frühe und "enthusiastische" Anwender der ICT zu sein. Laut dem WEF ist der Vorsprung in Sachen ICT deshalb so bedeutsam, weil mit der vierten industriellen Revolution die ICT-Durchdringung einer Gesellschaft immer wichtiger werde.
Die NRI-Zahlen des WEF glauben weiter belegen zu können, dass die Entscheidungsträger steigende Innovationskapazität erwarten. Dies deute darauf hin, dass ICT auch in anderen Länder einen stärkeren ökonomischen und sozialen Einfluss haben könnte. (sda/vri)

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