Schweiz ist High-Speed-Internet-Land

4. April 2011, 11:43
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38 Prozent der privaten Internetanschlüsse schneller als 8 Mbit/s.

38 Prozent der privaten Internetanschlüsse schneller als 8 Mbit/s.
Beim Vergleich der Internetgeschwindigkeiten zwischen neun Ländern schwimmt die Schweiz oben auf. Ganze 88 Prozent der Schweizer Internetanschlüsse verfügten im Februar dieses Jahres über eine Geschwindigkeit von 2Mbit/s und mehr, wie aus einer Studie des Marktforschers Nielsen hervorgeht. 38 Prozent davon verfügen dabei sogar über eine "super-schnelle" Verbindung von über 8 Mbit/s.
Für die Studie hat Nielsen die Internetgeschwindigkeiten in Privathaushalten in neun Ländern (USA, Deutschland, Australien, Grossbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Brasilien und der Schweiz) verglichen und in "super-fast" (8MBit/s und mehr), "fast" (2 Mbit/s und mehr), "medium" (512 kbit/s bis 2 Mbit/s) und "slow" (unter 512 kbit/s) eingeteilt. Wieso Nielson ausgerechnet diese Länder untersuchte, und warum beispielsweise die nordeuropäischen Länder komplett fehlen, wird allerdings auch im entsprechenden Blogbeitrag nicht erklärt.
Nach der Schweiz mit 38 Prozent "super-fast"-Nutzern folgen die USA mit 29 Prozent und Deutschland mit 27 Prozent. Allen drei Ländern gemeinsam ist, dass mehr Nutzer mit "super-schnellem" Internet surfen, als mit "medium"-Geschwindigkeiten. In Brasilien hingegen, das am Ende der "super-fast"-Rangliste liegt, surfen acht mal mehr Nutzer mit Geschwindigkeiten zwischen 512 kbit/s und 2 Mbit/s (48 Prozent der User) als mit "super-schnellem" Internet (6 Prozent).
Ebenfalls untersucht hat Nielsen, ob die Verbindungsgeschwindigkeit einen Einfluss auf die für das Internet genutzte Zeit hat. In der Schweiz zeichnete sich dabei das klarste Muster ab: Je schneller die Internetverbindung, desto mehr Zeit wurde im World Wide Web verbracht. Nutzer mit "super-schnellem" Internet verbrachten im Februar demnach 21 Stunden und 20 Minuten im Internet, während die "langsamen" Internetsurfer nur 10 Stunden und eine Minute aufwendeten. Allerdings: Die Nutzungsdauer in der Schweiz liegt damit trotz allem am untersten Ende der Skala. So verbringen etwa Deutsche fast 25 Stunden und 50 Minuten ("super-fast") beziehungsweise 25 Stunden und 30 Minuten ("slow") im Internet. In Brasilien, das in punkto Penetrierung mit schnellem Internet an letzter Stelle steht, verbringen die Nutzer fast 31 Stunden ("super-fast") beziehungsweise 30 Stunden 54 Minuten ("slow") mit Internet. (Thomas Brühwiler)

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