Schweiz trägt weiter zu Bechtle-Wachstum bei

11. November 2020, 10:45
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Systemhaus und Managed Services halten auch im dritten Quartal ein hohes Wachstumsniveau. In der Schweiz wächst der Konzern überdurchschnittlich.

"Wir zeigen uns unbeeindruckt von den schwierigen wirtschaftlichen Zeiten", sagte der Bechtle-Vorstandsvorsitzende Thomas Olemotz an einer Medienkonferenz. Dort präsentierte der Konzern für ihn erfreuliche Zahlen: Auch im dritten Quartal 2020 erhöhte Bechtle seinen Umsatz und steigerte sein Betriebsergebnis.
Von Juli bis September 2020 stieg der Umsatz um 7,4% auf 1,4 Millarden Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um 25,7% auf 73,3 Millionen Euro. Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services hielt der Umsatz das hohe Niveau der Vorquartale und erhöhte sich um 9,7 % auf 917,9 Millionen Euro. Positiv entwickelten sich weiter die Bereiche IT-Infrastruktur-Dienstleistungen und Security Service. Und auch das Segment IT-E-Commerce, wo Bechtle im vorangegangenen Quartal noch einen Umsatzrückgang hinnehmen musste, ist nun wieder um 3,1% gewachsen.
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Bechtle-Chef Thomas Olemotz.
Besonders zum positiven Ergebnis hätten Österreich und die Schweiz beigetragen, betonte Olemotz: "Hier konnten wir um 24,3% zulegen." In Deutschland betrug das Umsatzwachstum 7,4%. Für die guten Zahlen in der Schweiz seien vor allem öffentliche Auftraggeber sowie einige Grossprojekte verantwortlich.
Der operative Cashflow verbesserte sich von Januar bis September 2020 sehr deutlich und stieg auf 172,1 Millionen Euro (Vorjahr: 38,7 Millionen). "Wir sind finanzstark und solide finanziert", sagte Olemotz. Bechtle wolle investieren: in die Cloud-Plattform, Technik und die Mitarbeitenden. Akquisitionen habe das Unternehmen 2020 nur zwei getätigt. "Wir halten unser Pulver für die Zukunft trocken", so der Bechtle-Chef, "wenn sich die Pandemie-Situation wieder beruhigt hat."
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Entwicklung der Mitarbeiterzahlen. Grafik: Bechtle
Erfreulich sei schliesslich auch die Zahl der Mitarbeitenden. Das Unternehmen beschäftigt aktuell 12'055 Mitarbeitende, das sind 809 beziehungsweise 7,2% mehr als im Vorjahr. Während bei anderen Konzernen wie IBM Restrukturierungen anstehen, ist bei Bechtle nichts ähnliches geplant. Im Gegenteil: Es sei gut möglich, dass nach einem Stellenabbau andernorts "einige qualifizierte Mitarbeiter zu Bechtle stossen werden".
"Das Jahr 2020 ist noch nicht zu Ende. Die Monate November und Dezember sind traditionell von grosser Bedeutung für unseren Geschäftserfolg. Gleichwohl sind wir zuversichtlich, trotz der hohen Unsicherheit und der nach wie vor bestehenden Risiken in der Lieferkette, unsere Ziele für das Jahr 2020 zu erreichen", sagte Olemotz. Vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf konkretisiert und erhöht Bechtle die Prognose für das Gesamtjahr. Der Vorstand prognostiziert für den Umsatz unverändert ein deutliches Wachstum zwischen 5 und 10%. Das EBT soll sogar sehr deutlich um über 10% steigen.

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