Schweizer "Anwalts-Cloud" geplant

10. Juni 2013, 09:26
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Der schweizerische Anwaltsverband macht sich Sorgen um Datensicherheit.

Der schweizerische Anwaltsverband macht sich Sorgen um Datensicherheit.
Heikle Daten behält man am besten in der Schweiz. Das sehen einige Firmen, Organisationen und auch Private so. Vor dem Hintergrund des vor wenigen Tagen publik gewordenen Überwachungsprogramms der US-Geheimdienste hat sich diese Meinung wohl noch verstärkt. Nun plant der Schweizerische Anwaltsverband (SAV) eine "eigene, abhörsichere Datenlösung für Anwälte", wie die 'NZZ am Sonntag' gestern berichtete.
Die Zeitung zitiert den neu gewählten Verbandspräsidenten Pierre-Dominique Schupp mit den Worten, man arbeite "an einem Konzept für eine Anwalts-Cloud, deren Server in der Schweiz stehen und sicher sind." Seiner Meinung nach dürfen Anwälte kein Risiko eingehen, dass ihre Dokumente beispielsweise auf einem Google-Server vom US-Geheimdienst mitgelesen werden. Konkrete Hinweise, dass Schweizer Anwälte durch die USA ausspioniert worden seien, habe er nicht. Datensicherheit sei aber generell ein Thema - Angriffe seien auch aus China oder aus afrikanischen Ländern denkbar.
Wo diese Schweizer Anwalts-Cloud ihren Standort haben wird, ist noch nicht bestimmt. Laut dem Bericht denkt Schupp an "einen Bunker im Gotthard". Das Angebot soll innert der nächsten 18 Monate zur Verfügung stehen. Die technische Machbarkeit habe der Verband bereits abgeklärt, so die 'NZZ am Sonntag'. Am ehesten dürfte der SAV Dienste eines Schweizer Anbieters beziehen. Schupp möchte laut dem Bericht auf jeden Fall nicht mit Firmen kooperieren, die ausländische Besitzer haben. (mim)

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