Schweizer Armee: Weniger eigene Informatiker, mehr Outsourcing

20. Juli 2009, 13:45
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Die Armee will Informatik-Stellen streichen. In Zukunft sollen IT-Dienstleistungen vermehrt ausgelagert werden.

Die Armee will Informatik-Stellen streichen. In Zukunft sollen IT-Dienstleistungen vermehrt ausgelagert werden.
Wie Schweizer Radio DRS Ende vergangener Woche berichtete, will die Schweizer Armee weitere Stellen streichen. Bis Ende 2011 verschwinden zusätzliche 270 Arbeitsplätze. Dabei könnte es auch zu Entlassungen kommen. Hintergrund ist der seit 2004 laufende kontinuierliche Abbau der ursprünglich 11'500 Armee-Stellen auf 9000 Jobs. Von diesen 2500 Stellen wurden bis heute 1800 abgebaut.
Zwischen 2012 und 2015 wird die Armee nochmals rund 500 Stellen verlieren, dann – laut Medienberichten – vor allem in den Zeughäusern und bei der Informatik-Infrastruktur. Armeesprecher Philippe Zahno konnte gegenüber inside-it.ch keine genauen Angaben darüber machen, wie viele IT-Stellen gestrichen werden sollen.
Zum Vorhaben eines Outsourcings der Armee-Informatik, das vor einem Jahr kolportiert wurde, sagte Zahno, dass noch nichts entschieden sei. Grundsätzlich habe man aber feststellen können, dass es Potenzial für eine Auslagerung der IT gebe. Er betonte aber nochmal, dass sich die Armee noch am Anfang dieses Prozesses befinde. (Maurizio Minetti)

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