Schweizer Behörden wollen immer mehr Nutzerdaten von Google

27. Juni 2013, 13:36
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Die Auskunftsersuche von Behörden mehren sich. Internetfirmen wollen in Zukunft Anfragen des amerikanischen Geheimdienstes veröffentlichen dürfen.

Die Auskunftsersuche von Behörden mehren sich. Internetfirmen wollen in Zukunft Anfragen des amerikanischen Geheimdienstes veröffentlichen dürfen.
"Unsere Dienste werden jedes Jahr stärker genutzt, daher ist auch die Anzahl der Auskunftsersuche zu Nutzerdaten gestiegen," schreibt Google im aktuellsten "Transparency Report". Der Internetgigant zeigt darin, wie oft Behörden Nutzerdaten verlangen. In der zweiten Hälfte 2012 wollten die Schweizer Behörde lediglich 59 Daten von Internetnutzern. Im Semester davor waren es aber 113. Somit trifft die Aussage von Google in der Schweiz zu: 2011 gab es 118 Anfragen, 2012 bereits 172. Im Durchschnitt wurden 68 Prozent aller Anfragen auch beantwortet.
Weltweit ist dieser Trend noch stärker zu erkennen. 2012 wurden 68'249 Daten von Internetnutzern verlangt, 2011 lag die Zahl noch bei 53'904.
Google und Co. wollen Anfragen öffentlich machen
Laut 'AllThingsD' wollen sich die Internetriesen Microsoft, Facebook und Google gegenüber der Öffentlichkeit im Lichte der Abhöraffäre Prism verstärkt absichern. Microsoft beispielsweise hat eine Motion beim 'Foreign Intelligence Surveillance Court' mit der Bitte eingreicht, Datenanfragen des US-Geheimdienstes in Zukunft öffentlich machen zu dürfen. Facebook wiederum erreichte bereits eine Vereinbarung mit der Bundesregierung, die es erlaubt, Datenanfragen von Regierungsbehörden offenzulegen. Auch Google beantragte laut dem amerikanischen Tech-Blog eine ähnliche Vereinbarung. (lvb)

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