Schweizer Breitbandinternet wird bald deutllich breiter

3. März 2005, 12:21
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Ein neues Breitbandrennen ist angesagt: Bis 2007 will Swisscom der Hälfte der Schweizer Bevölkerung die ADSL-Nachfolgetechnologie VDSL anbieten können.

Ein neues Breitbandrennen ist angesagt: Bis 2007 will Swisscom der Hälfte der Schweizer Bevölkerung die ADSL-Nachfolgetechnologie VDSL anbieten können.
Swisscom Fixnet hofft, bis im übernächsten Jahr die VDSL-Technologie für Internet-Anschlüsse in der Schweiz auf breiter Front anbieten zu können. Erste Tests sollen in diesem Sommer durchgeführt werden. 2007 soll dann etwa die Hälfte der Bevölkerung abgedeckt werden, wie Adrian Bult der Chef von Swisscom Fixnet gestern bekannt gab.
VDSL ist eine Nachfolgetechnologie für ADSL. Die Daten werden über Glasfaser bis zu einem Verteiler geführt, von wo sie dann über das normale Kupferkabel des Telefonanschlusses zu den Haushalten weitertransportiert werden. Die maximal erreichbare Downloadrate ist stark von der Entfernung eines Haushalts zum nächsten Glasfaseranschluss abhängig. Bei 300 Metern sind es 50 Mbit/s, bei 1300 Metern schon „nur“ noch 13 Mbit/s.
Wie schnell wird es wirklich?
Welche Tempi die Swisscom tatsächlich anbieten kann, ist also stark davon abhängig, ob sie die Glasfasern von den lokalen Ortszentralen auch bis zu Verteilern für einzelne Strassen weiterführt.
Welche Tempi die Swisscom tatsächlich anbieten will, dürfte stark vom Verhalten von Cablecom und anderen Kabelnetzbetreibern abhängen. Swisscom schöpft auch heute nicht die volle Leistungsfähigkeit von ADSL aus, genausowenig wie die Kabel-Internetanbieter die Leistungsfähigkeit ihrer Netze. Diese ist theoretisch auf jeden Fall höher, als die der Telefonleitungen. Cablecom-Sprecher Stefan Howeg erklärte gegenüber der Schweizerischen Depeschenagentur vollmundig: "Theoretisch möglich sind über 2 Gigabit pro Sekunde". Das mag so sein, in der Realität werden die Telcos aber nur so viel Tempo anbieten, wie sie im Konkurrenzkampf für notwendig erachten.
Ein neues Breitbandrennen zwischen den Kabelnetzbetreibern, Swisscom Fixnet und je nach Stand der Entbündelung möglicherweise anderen Anbieter ist aber auf jeden Fall angesagt. Wir wagen die Voraussage, dass, wie schon in früheren Scharmützeln, Cablecom vorlegen wird. (Hans Jörg Maron)

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