Schweizer Datenschützer kritisieren Google Street View

29. Mai 2009, 10:26
  • google
  • street view
  • datenschutz
  • edöb
image

Google soll bei seinen Bildaufnahmen für StreetView auch in der Schweiz die Prinzipien des Datenschutzes und die Individualrechte berücksichtigen.

Google soll bei seinen Bildaufnahmen für StreetView auch in der Schweiz die Prinzipien des Datenschutzes und die Individualrechte berücksichtigen. Dies fordert die Vereinigung der schweizerischen Datenschutzbeauftragten, Privatim, vom Internetkonzern. Wie Privatim in einer Mitteilung schreibt, fordert man "zumindest" ein Widerspruchsrecht für die Schweizer Bevölkerung, und zwar vor Veröffentlichung der Bilder. Konkret sollen Betroffene verlangen können, dass Google personenbezogene Daten aus der Datenbank löscht, bevor diese auf Street View veröffentlicht werden. Zu den personenbezogenen Daten zählen die Datenschützer nicht nur Gesichter, sondern auch Fahrzeuge, Gebäude und Hausnummern.
Auch in anderen europäischen Ländern bekam es Google wegen Street View mit den Datenschützern zu tun. In Deutschland stellte der Hamburger Datenschutzbeauftragte dem amerikanischen Konzern ein Ultimatum. Er forderte Google auf, schriftlich zu garantieren, dass Gesichter von Passanten bereits in den aufgenommenen Rohdaten zu löschen, ansonsten der Konzern das Projekt in Hamburg nicht fortsetzen dürfe. Google lenkte daraufhin in den meisten Punkten ein. (bt)

Loading

Mehr zum Thema

image

EU reguliert Künstliche Intelligenz

Die Staatengemeinschaft will dafür sorgen, dass KI-Systeme sicher sind und Grundrechte einhalten.

publiziert am 7.12.2022
image

Vernichtete Akten erschweren Aufarbeitung des Zürcher Datenskandals

Hardware aus der Justizdirektion wurde unsachgemäss entsorgt. 2019 vernichtete Akten machen es aber faktisch unmöglich, die Vorkommnisse genau nachzuzeichnen.

publiziert am 6.12.2022 1
image

Google lanciert endlich Continuous Scrolling für den Desktop

Um relevante Suchergebnisse zu finden, muss man nun nicht mehr über mehrere Seiten navigieren. Die neue Funktion ist jedoch erst in den USA verfügbar.

publiziert am 6.12.2022
image

Neue Chrome-Schwachstelle wird aktiv angegriffen

Das US-Securityamt CISA ist besorgt und hat die dortigen Behörden angewiesen, ihre Systeme umgehend zu patchen.

publiziert am 6.12.2022