"Schweizer" Duolingo ist Milliarden wert

4. Dezember 2019, 16:25
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Zuletzt hatte die Sprachlern-Plattform Duolingo im Juli 2017 in der Finanzierungsrunde E 25 Millionen Dollar von Drive Capital erhalten.

Zuletzt hatte die Sprachlern-Plattform Duolingo im Juli 2017 in der Finanzierungsrunde E 25 Millionen Dollar von Drive Capital erhalten. Zwei Jahre zuvor hatte Google CapitalG bereits 45 Millionen investiert. Duolingo wurde 2009 vom Zuger Informatik-Studenten Severin Hacker und von seinem Doktorvater Luis von Ahn in Pittsburgh entwickelt, wo auch der Hauptsitz liegt.
Alphabets CapitalG hat nun in Finanzierungsrunde F noch einmal 45 Millionen Dollar investiert. "Duolingo hat Benutzer und Umsatz in beeindruckendem Tempo gesteigert und seine Position als Nr. 1 beim Erlernen einer Sprache weltweit weiter gefestigt", sagte Laela Sturdy, General Partnerin bei CapitalG, dem TV-Sender 'CNBC'. Duolingo weist über 300 Millionen Nutzer und über 100 Millionen Downloads bei Google Play aus und bietet 91 Kurse für 30 Sprachen an.
Mit Gesamtinvestitionen von 138 Millionen klettert der Wert von Duolingo auf 1,5 Milliarden Dollar. Die Firma ist damit das erste Unicorn in Pittsburgh. Entsprechend stolz ist der Bürgermeister. In einer E-Mail an 'CNBC' schrieb William Peduto: "Duolingo ist die Art von Unternehmen, die die Wiedergeburt von Pittsburgh und anderen Städten des Rust Belt vorantreibt." Duolingo beschäftigt zur Zeit rund 200 Angestellte.
Stolz über die Entwicklung seiner Erfindung dürfte auch Severin Hacker sein. Im Oktober wurde der 35-Jährige in London von Ernst & Young als "Entrepreneur of the Year" ausgezeichnet. Der CEO erklärte danach den 'Zuger Nachrichten', er würde sich bei Duolingo immer noch um die Technologie und das Software-Engineering kümmern. "Zu etwa 30 Prozent meines Tages bin ich mit der Analyse und Besprechung von technischen Lösungen beschäftigt."
Zum Thema Schweizer Startups meinte Hacker: "Die Qualität der Szene in der Schweiz ist viel besser als zu meinen Studienzeiten. Im Vergleich mit den Unternehmern in den USA und insbesondere im Silicon Valley sind Schweizer Unternehmer aber oft zu wenig ehrgeizig." (paz)

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