Schweizer Firma in Infineon-Affäre verwickelt

18. Juli 2005, 09:23
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Korruptionsvorwürfe mit Verbindungen in die Schweiz: Vorstandsmitglied Andreas von Zitzewitz tritt ab.

Korruptionsvorwürfe mit Verbindungen in die Schweiz: Vorstandsmitglied Andreas von Zitzewitz tritt ab.
Andreas von Zitzewitz, für die Speicherchipsparte zuständiges Vorstandsmitglied beim deutschen Chipkonzern Infineon, ist am Wochende per sofort zurückgetreten. Gemäss Infineon wollte Zitzewitz das Unternehmen nicht durch die gegen ihn laufenden Untersuchungen belasten.
Die Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen Zitzewitz und andere Top-Manager von Infineon wegen des Verdachts auf Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung. Im Falle von Zitzewitz geht es konkret um die Vermittlung von Sponsoringgeldern von Infineon für den Motorsport.
Wie das Magazin 'Focus' berichtete, soll Zitzewitz der Schweizer Sponsoring-Firma BF Consulting einige Co-Sposoring-Verträge von Infineon und seinen Zulieferfirmen vermittelt haben. Dafür soll er im Gegenzug 259'000 Euro "Vermittlungsprovision" von BF Consulting erhalten haben. Wie die Münchner Staatsanwaltschaft mitteilte, steht auch Harald Eggers, der frühere Speicherchef von Infineon und jetzige Interims-Chef von Unaxis, im Verdacht, solche Verträge gegen Zahlungen eingefädelt haben. Die Staatsanwaltschaft bestätigte ausserdem, dass auch gegen Udo Schneider, den Chef der Fruthwiler BF Consulting, eine Ermittlung im Gang ist. (hjm)

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