Schweizer Firmen: Cybercrime-Risiko steigt

19. Februar 2014, 10:29
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Der unerlaubte Griff in die Kasse bleibt das häufigste Wirtschaftsdelikt in der Schweiz. Doch Cybercrime holt auf.

Der unerlaubte Griff in die Kasse bleibt das häufigste Wirtschaftsdelikt in der Schweiz. Doch Cybercrime holt auf.
Das Buchprüfungs- und Beratungsunternehmens PwC hat in der Studie "Global Economic Crime Survey - A Swiss Perspective" die Wirtschaftskriminalität in der Schweiz unter die Lupe genommen. Auf dem ersten Platz der genannten Vergehen steht Veruntreuung - danach folgt bereits Cybercrime.
Cybercrime wird zunehmen
Computerkriminalität ist für 26 Prozent der Befragten ein Problem, nach 20 Prozent im Jahr 2011. Die Höhe des Schadens können jedoch nur die wenigsten Unternehmen beziffern, so PwC. Zwei Drittel sagten, dass die Bedrohung für ihr Unternehmen durch Computerkriminelle gestiegen sei. Vor gut zwei Jahren hatte dies knapp die Hälfte gesagt. PwC geht davon aus, dass Cybercrime zu einem noch grösseren Problem wird.
Ausserdem heisst es in der Studie, dass es vermehrt Datenuntersuchungen oder Hinweise von innen und aussen sind, die kriminelle Mitarbeiter zu Fall bringen. 29 Prozent etwa sagten, dass Machenschaften durch verdächtige Transaktionen und Datenanalysten ans Tageslicht kamen. 2011 hatten dies 16 Prozent gesagt.
Typisches und Untypisches
Untypisch ist gemäss PwC, dass in einer Zeit der Rezession die entdeckte Kriminalität zurückgegangen ist: 2011 und 2009 hatten die Werte mit 18 und 17 Prozent tiefer gelegen als jetzt. 2007 und 2005 hatte sich aber ein ähnliches Bild geboten wie heute, als ebenfalls jeweils 37 Prozent der Unternehmen von Delikten berichtet hatten.
Der typische Wirtschaftskriminelle ist männlich, zwischen 41 und 50 Jahre alt, gut ausgebildet und schon seit einigen Jahren Mitarbeiter einer Firma oder Organisation. Der durch die Umfrage feststellbare Anteil von Frauen an Wirtschaftsvergehen beträgt nur 12 Prozent. Ein grosser Teil der Fälle ereignet sich in Finanzunternehmen.
PwC hat für die Studie in der Schweiz mit 83 Führungskräften von Firmen und Organisationen gesprochen. (mim)

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