Schweizer Firmen wollen Digitalisierung ankurbeln

10. Juni 2020, 11:56
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Die Corona-Krise veranlasst Schweizer Firmen nicht nur dazu, die Digitalisierung voranzutreiben. Sie wollen auch ihre Strategie und den Fokus anpassen, zeigt eine Befragung.

Wie gehen Schweizer Unternehmen und deren Führungskräfte mit der Corona-Krise um? Dieser Frage ist der Berater Sieber & Partners nachgegangen. Dazu wurden 410 Personen befragt, wovon 44% VR-Positionen innehaben und ein Drittel eine GL-Position.
"Die positive und zukunftsorientierte Grundstimmung der Teilnehmenden hat uns vorerst überrascht", schreibt Sieber & Partner. Führungskräfte blicken offenbar mit Zuversicht in die Zukunft und seien bestrebt, auch in der "neuen Normalität" erfolgreich zu sein, so das Fazit.
Wie auch schon weitere Studien und Befragungen zeigt die Umfrage, dass der Stellenwert der Digitalisierung in der Krise für Unternehmen gestiegen ist. Über 70% aller Antwortenden sagen, dass Digitalisierung für sie und ihre Unternehmen künftig massiv an Bedeutung gewinne. Fast 80% wollen ihr Engagement in den Bereichen Online- und Plattform-Business hochhalten oder ausbauen. 84% meinten, es sei jetzt nötig, ihre Online-Communities zu pflegen und zu stärken.
Die Krise scheint die Unternehmen aber auch ihre Geschäftsmodelle überdenken zu lassen. So wollen laut der Befragung über die Hälfte der Firmen ihre Unternehmensstrategie anpassen und 65% sagten, sie wollen den Fokus ihrer Investitionen verändern. Knapp die Hälfte der Teilnehmenden will gar ihre Unternehmensvision justieren oder überarbeiten
Die Befragung von Sieber & Partner wurde einen Monat nach dem Lockdown online durchgeführt. Die Stichprobe von 410 Teilnehmenden, die den Fragebogen vollständig ausgefüllt haben, ist nicht repräsentativ. Das Papier steht online zur Verfügung

Digital Channels Forum 

 Das "Digital Channels Forum" von inside-channels.ch widmet sich während vier Wochen und bis zum 3.7. in Artikeln und Podcasts den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Schweizer ICT-Branche. Wer zu den Gewinnern und wer zu den Verlierern gehört, lesen Sie hier.

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