Schweizer Grossfirmen bauen IT-Lehrplätze ab

23. Juli 2008, 11:12
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Die 'Handelszeitung' hat bei einigen Unternehmen "mit bedeutenden Informatikabteilungen" in der Schweiz nachgefragt, wie viele Informatiklehrstellen sie derzeit anbieten.

Die 'Handelszeitung' hat bei einigen Unternehmen "mit bedeutenden Informatikabteilungen" in der Schweiz nachgefragt, wie viele Informatiklehrstellen sie derzeit anbieten. Das Ergebnis ist ernüchternd: Nur Swisscom und IBM Schweiz bieten dieses Jahr mehr IT-Lehrstellen an als im Vorjahr. Bei Swisscom, dem "Champion der Schweizer IT-Fachkräfte-Ausbilder", gibt es 2008 45 Lehrstellen, verglichen mit 35 ein Jahr zuvor. IBM hat die Zahl der Lehrstellen von 13 auf 16 erhöht. Ansonsten stagniert die Zahl beziehungsweise ist sogar rückläufig (Die Schweizerische Nationalbank hat 1 statt 4, HP 1 statt 3, Bâloise 0 statt 2).
Seit einigen Jahren stagniert die Zahl der Informatiklehrstellen in der Schweiz. Waren es 2001 noch 1993, reduzierte sich die Zahl vor zwei Jahren auf 1591. Für 2007 liegen noch keine Zahlen vor. Alfred Breu von der Zürcher Lehrmeistervereinigung Informatik (ZLI) geht von 1500 neuen Lehrverträgen aus, dieses Jahr dürften es nach seiner Schätzung 1600 bis 1650 werden. Wenn weniger Lehren begonnen werden, werden auch weniger abgeschlossen. Breu rechnet mit 2000 Lehrabgängern im vergangenen und 1800 im laufenden Jahr.
Gemäss Breu pensionieren die grossen IT-Arbeitgeber heute jährlich 3 bis 5 Prozent ihrer Leute. Wenn 5 Prozent verloren gingen, müssten 5 Prozent nachrücken. Im Fall von Credit Suisse, die in der Schweiz 4000 Informatiker beschäftigt, entspräche dies bis zu 200 Auszubildenden. Die Grossbank bietet aber nur 15 Lehrplätze an. (mim)

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