Schweizer Gymis bei der Informatik auf Ebene von Entwicklungsländern

31. August 2010 um 12:19
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Keine Medaillen an der internationalen Informatikolympiade.

Keine Medaillen an der internationalen Informatikolympiade.
Vom 14. bis 21. August 2010 fand im kanadischen Waterloo (Ontario) die 22. internationale Informatikolympiade (IOI) statt. Die Schweizer Delegation, bestehend aus vier Jugendlichen unter 20 Jahren, konnte leider keine Medaillen nach Hause bringen - nur ganz knapp reichte es nicht für Bronze. Damit konnte die Schweiz an der IOI erstmals seit 2006 keine einzige Medaille gewinnen.
Im Gegensatz zu den zweijährlich stattfindenden Berufsweltmeisterschaften, wo die Schweizer Informatik-Delegation vor einem Jahr in Calgary erstmals Gold geholt hat, konnte bei der IOI noch nie ein Schweizer oder eine Schweizerin die Goldmedaille gewinnen. Die Berufsschulen und damit das duale Bildungssystem sind also erfolgreich. Wieso gelingt dieser Erfolg nicht auch auf Gymnasialebene? Wir haben bei der ETH Zürich nachgefragt, deren Professur für Informationstechnologie und Ausbildung für die fachliche Betreuung der Schweizer Jugendlichen an der IOI zuständig ist. "Die Schweizer Maturitätsschulen sind im internationalen Vergleich in der Informatik eher auf der Ebene von Entwicklungsländern", sagt ETH-Professor Juraj Hromkovic (Foto).
Den Gastbeitrag von Herbert Bruderer vom Ausbildungs- und Beratungszentrum für Informatikunterricht der ETH Zürich lesen Sie in unserer Features-Sektion. (mim)

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