Schweizer Hardware-Importpreise um rund 10 Prozent gesunken

14. Februar 2012, 17:03
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Der starke Franken und der allgemeine Preiszerfall im IT-Geschäft zeitigen anscheinend Wirkung: Die Importpreise für IT-Hardware sind in der Schweiz laut Zahlen des Bundesamts für Statistik im Januar dieses Jahres im Vergleich zum ersten Quartal 2011 um rund zehn Prozent zurückgegangen.

Der starke Franken und der allgemeine Preiszerfall im IT-Geschäft zeitigen anscheinend Wirkung: Die Importpreise für IT-Hardware sind in der Schweiz laut Zahlen des Bundesamts für Statistik im Januar dieses Jahres im Vergleich zum ersten Quartal 2011 um rund zehn Prozent zurückgegangen. Am stärksten gesunken, um rund 12 Prozent, sind in diesem Vergleich die Preise für mobile Geräte, gefolgt von Desktop-PCs (-11 Prozent), Printern (-10 Prozent), Displays (-8 Prozent) und Servern (-5 Prozent).
Nun sind Preisvergleiche über eine längere Zeit im äusserst schnelllebigen IT-Business eine schwierige Sache, die Zahlen des BfS scheinen uns aber in etwa den Trend zu erfassen.
Hedonische Statistiker
Der etwas ungewöhnliche Vergleich von Monat zu Quartal stammt daher, dass das BfS von einer zuletzt vierteljährlichen neu zu einer monatlichen Messung von Produzenten- und Importpreisen übergeht. Bei Laptops, Desktops und Servern haben die Bundesstatistiker zudem ab Januar eine neue Berechnungsmethode eingeführt, welche die Leistungsentwcklung der Geräte besser berücksichtigen soll. Neu werden monatlich die bestverkauften Produkte erfasst. Bei Geräten, die im nächsten Monat noch in der Bestsellerliste sind – erfahrungsgemäss laut BfS rund zwei Drittel - wird der Preis ganz normal verglichen. Bei Geräten, die durch andere ersetzt werden, soll der Qualitätsunterschied durch eine sogenannte "hedonische Regression" herausgefiltert werden.
Diese hedonische Methode wird bei Preisentwicklungsstatistiken immer häufiger verwendet. Bei steigenden Preisen führt die Methode dazu, dass tiefere Inflationsraten ausgewiesen werden, als mit früheren Methoden, wenn man davon ausgeht, dass die Qualität der Produkte tendenziell steigt. Bei einer deflationären Situation, wie sie im IT-Hardwarebereich seit längerem herrscht, wird dagegen das Sinken der Preise noch stärker betont. (hjm)
(Grafik: inside-it.ch, Quelle: BfS)

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