Schweizer ICT-Ausgaben eingefroren

13. Dezember 2011, 15:00
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MSM rechnet mit einer "roten Null".

MSM rechnet mit einer "roten Null".
Der Schaffhauser Marktforscher MSM Research schreibt in seinem aktuellen "Herbst-Update" zur Entwicklung des Schweizer ICT-Marktes im Unternehmensbereich, dass das Wachstum 2012 ins Stocken geraten werde. Nach dem Wachstum um 2,2 Prozent (348 Millionen Franken) im laufenden Jahr würden die vielerorts eingeleiteten Sparmassnahmen das Wachstum der ICT-Ausgaben im kommenden Jahr bremsen, so dass eine "rote Null" resultieren werde. Der Informatik- und Telekom-Markt (B2B) werde 2012 um 0,2 Prozent auf ein Volumen von 16,2 Milliarden Franken schrumpfen, so MSM.
Die Prognose von MSM deckt sich mit jenen der Konjunkturauguren, die in den vergangenen Wochen aufgrund der europäischen Staatsschuldenkrise, des starken Frankens und der allgemeinen Abkühlung der globalen Konjunktur ihre Prognosen für 2012 zurückgestutzt haben.
Was den ICT-Markt betrifft, ist das Hardware-Segment - wie so oft - am stärksten betroffen. Während die Hardware-Ausgaben laut MSM mit 2,5 Prozent ins Minus drehen, würden Software und Services weiter geringfügig zulegen. Und mit Blick auf die Entwicklung in den vertikalen Märkten werde die Industriebranche die grössten Budgetkürzungen im kommenden Jahr aufweisen: Die Ausgaben für ICT sollen um insgesamt 146 Millionen Franken oder 3,6 Prozent schrumpfen.
MSM rechnen mit weiteren Ausgabenkürzungen, insbesondere wenn die anstehenden Probleme in der Eurozone anhalten werden. (mim)

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