Schweizer ICT-Branche rechnet mit Wachstum

1. Juli 2021, 14:19
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Der Swico ICT Index ist erneut deutlich positiv. Der Branchen­verband begründet dies mit der "anhaltenden Digitalisierungs­welle".

Die Schweizer ICT-Branche rechnet im dritten Jahresviertel mit einem klaren Wachstum. Die Unternehmen begründen dies in der Umfrage des Branchenverbands Swico mit der anhaltenden Digitalisierungswelle aufgrund der Corona-Krise.
Der Swico ICT Index ist damit zum zweiten Mal in Folge deutlich positiv. Konkret steht der Index für das dritte Quartal 2021 bei 120,2 Punkten, wobei die Wachstumsschwelle bei 100 Indexpunkten veranschlagt wird. "Teilweise finden sich in der Detailbetrachtung sogar Höchstwerte seit Messbeginn", heisst es seitens Swico zum Ergebnis. Dies sei als Zeichen einer anhaltenden Digitalisierungswelle, bedingt durch die Corona-Krise, zu werten.

Einzig der IPF-Bereich sieht negative Entwicklung

Auf die einzelnen Teilbrachen heruntergebrochen zeige sich zudem, dass mit einer Ausnahme alle Segmente mit einer positiven Entwicklung hinsichtlich des Auftragseingangs, des Umsatzes und der Bruttomarge rechnen.
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Garfik: Swico ICT Index
Das Branchensegment Imaging/Printing/Finishing (IPF) bleibe als einziger Sektor unter der Wachstumsgrenze von 100 Punkten und verzeichnet bei 90,9 Punkten ein Minus von 6,9 Punkten. Das Segment gehe von stagnierenden Umsatzzahlen und Aufträgen aus und erwarte eine Senkung der Bruttomarge, heisst es dazu. So hatte zum Beispiel Ricoh kürzlich zu seinen Jahreszahlen erklärt, die Pandemie mache dem Unternehmen in seiner Kernsparte Printing zu schaffen.
Das Segment IT-Technology legte im Index seit der letzten Befragung nochmals Punkte zu und bleibt auf Platz 1. IT-Technology weist damit den höchsten Wert seit Erhebungsbeginn aus. Die vier ersten Plätze der Wachstumszone:
  • IT-Technology 126,8 Punkte (plus 7,6)
  • Consulting 122,5 Punkte (plus 7,5)
  • Software 119,1 Punkte (plus 10)
  • IT-Services 116,1 (plus 3,8)
Diese Erkenntnisse decken sich mit der Prognose von Marktforscher Philipp Ziegler am Inside Channels Forum. Der Markt habe keine Vollbremsung eingelegt, wie man das anfangs befürchtet habe. Statt um die prognostizierten 4,3% sei er 2020 um 2,9% geschrumpft. Man sei damit im Vergleich zu anderen Branchen recht glimpflich durch die Krise gekommen. In seinem Basisszenario legt der B2B-Markt für ICT im laufenden Jahr um 4,7% zu.

"Die Branche scheint sich schnell zu erholen"

Giancarlo Palmisani, Leiter Verbandsdienstleistungen bei Swico, erklärt zum neusten Index: "Dass sich unsere ICT-Branche insgesamt nun zum wiederholten Mal hinsichtlich ihrer Marktperspektiven optimistisch zeigt, ist in zweierlei Hinsicht bemerkenswert und wichtig: Erstens scheint sich die Branche in der aktuellen Phase der Corona-Krise schnell zu erholen, zweitens kann dieser Optimismus als Zeichen dafür gedeutet werden, dass die Pandemie der Digitalisierung in der Wirtschaft und bei der öffentlichen Hand tatsächlich einen Schub verliehen haben könnte."
Der vierteljährlich erstellte Swico ICT Index stellt laut Verband ein Prognoseinstrument dar. Er beruht auf Aussagen von Führungsverantwortlichen aus der Schweizer ICT-Branche zu ihren Erwartungen bezüglich Auftragslage, Beschäftigung, Business Performance und Dynamik.

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