Schweizer ICT-Branche wächst – nur Lehrlinge will niemand einstellen

23. August 2007, 15:07
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Die Schweizer ICT-Branche wächst prächtig.

Die Schweizer ICT-Branche wächst prächtig. Zu diesem Schluss kommt die Fachzeitschrift 'Computerworld'. Im vergangenen Jahr stieg der kumulierte Umsatz um 3,9 Prozent auf 43,4 Milliarden Franken. Das geht aus der Liste der 500 grössten Schweizer ICT-Unternehmen hervor. Im Jahr zuvor erwirtschafteten die 500 Firmen einen Umsatz von 41,8 Milliarden Franken. Während die Anzahl der Beschäftigten um 3,3 Prozent auf 74'739 stieg, sank unerfreulicherweise die Zahl der Lehrlinge von 2200 auf 2116. Das sollte zu denken geben. In der IT-Branche werden unterdurchschnittlich wenig Lehrlinge eingestellt.
Die zehn umsatzstärksten Unternehmen sind praktisch die gleichen geblieben wie 2005: Swisscom, Sunrise, Orange, Hewlett-Packard, IBM, Also, Cablecom, EDS, Dell und Microsoft. Am meisten zugelegt hat der Telekom-Dienstleister BT, der sich von Rang 73 auf Rang 28 verbessern konnte. Besonders schlecht ging des dem Handy-Distributor Autronic, der über 30 Prozent des Umsatzes einbüsste und vom 27. auf den 44. Rang rutschte.
Fehlende Fachkräfte
'Computerworld' führte auch eine Umfrage durch, an der 420 ICT-Unternehmen teilgenommen haben. Daraus geht hervor, dass fast drei Viertel der Befragten mit einem leichten Aufschwung in den nächsten zwölf Monaten rechnen. Am meisten Fachkräfte fehlen gemäss Umfrage im Consulting-Bereich. Aber auch Softwarearchitekten und Entwickler sowie ERP-Spezialisten sind gesucht. Weniger gefragt sind Webpublisher. Die wichtigsten Themen der Zukunft sind – wenig überraschend – Security, Mobility, Software as a Service, Virtualisierung und Web 2.0. Als weniger wichtig angesehen werden die Themen Business Process Outsourcing und Unified Communications. Laut Umfrage ist Open-Source-Software im Bereich Betriebssystem und Infrastruktur am weitesten verbreitet. (mim)

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