Schweizer ICT-Löhne stagnieren weiter

5. Oktober 2011, 09:55
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Das triste Ergebnis der aktuellen SwissICT-Salärumfrage: Seitwärtsbewegung bei den Löhnen und nach wie vor wenig Nachwuchs in Sicht.

Das triste Ergebnis der aktuellen SwissICT-Salärumfrage: Seitwärtsbewegung bei den Löhnen und nach wie vor wenig Nachwuchs in Sicht.
Es gibt wenig Entwicklung bei den Löhnen der Schweizer Informatiker. Der Fachverband SwissICT spricht angesichts seiner diesjährigen Salärumfrage von einer Seitwärtsbewegung. Konkret sieht dies so aus: Während das Basiseinkommen im Median dieses Jahr mit 118'000 Franken rund 1000 Franken höher liegt als 2011, sank das Gesamteinkommen inklusive Boni, Erfolgsbeteiligungen und anderen ergänzenden Lohnbestandteilen um rund 500 auf 129'500 Franken. SwissICT merkt an, die Kaufkraft der Informatiker bleibe dennoch weitgehend erhalten — der Konsumentenpreisindex sei zwischen den Stichtagen der beiden Umfragen ja nur um 0,3 Prozent gestiegen. Variable Einkommenselemente sind im übrigen stark verbreitet; beinahe 70 Prozent der Nennungen weisen Boni, Erfolgsbeteiligungen und Ähnliches aus.
Diesen leichten Rückgang im Gesamteinkommen mussten alle Altersgruppen hinnehmen, auch die Einsteiger, deren Löhne 2010 im Vergleich zu 2011 im Mittel noch um 8 Prozent zugelegt hatten. Gleichzeitig verschärft sich das Problem der Überalterung weiter: Der Anteil der über 49-Jährigen nahm um 1,8 auf 23,6 Prozent zu, während der unter 29-jährige Nachwuchs nochmals von 10,4 auf 10,2 Prozent schrumpfte. Der Frauenanteil nahm im Vergleichszeitraum übrigens leicht von 12,52 auf 13 Prozent zu.
Die Schweizer Unternehmen stehen somit unverändert vor einem gewaltigen IT-Nachwuchsproblem und müssten eigentlich dringend Massnahmen einleiten, um frisches IT-Personal nachzuziehen. Zur Erinnerung: Es gab Zeiten, in denen zumindest Grossfirmen wie Banken, Versicherungen und Pharmaunternehmen es als normal ansahen, IT- beziehungsweise EDV-Fachleute, wie es damals noch hiess, in eigens eingerichteten Ausbildungsabteilungen selbst zu schulen.
Die repräsentative SwissICT-Salärstudie basiert auf 22'151 Nennungen; gegenüber 2010 hat sich die Datenbasis damit leicht verbreitert. SwissICT-Präsident Thomas Flatt unterstreicht denn auch die hohe Datenqualität der Studie, die sowohl Fach- als auch Management-Karrieren abbilde und allen Stakeholdern vom Stellensuchenden über die Mitarbeiter bis zum Personalverantwortlichen eine hohe Transparenz verschaffe.
Die Ergebnisse der 2011-er Salärumfrage sind in der Standardauswertung ab sofort in Buchform für 280 Franken bei der Geschäftsstelle von SwissICT bereit. (Urs Binder)

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