Schweizer ICT-Markt: Marktforscher versprühen (gedämpften) Optimismus

25. November 2009, 14:13
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Sowohl Swico/Eito (für den ICT-Gesamtmarkt) als auch Pierre Audoin Consultants (für den Software- und Services-Markt) sind vorsichtig optimistisch.

Sowohl Swico/Eito (für den ICT-Gesamtmarkt) als auch Pierre Audoin Consultants (für den Software- und Services-Markt) sind vorsichtig optimistisch.
Gemäss den neusten Zahlen des European Information Technology Observatory (Eito), welche der "Wirtschaftsverband für die digitale Schweiz" Swico heute präsentiert hat, wird der Gesamtmarkt für Informations- und Kommunikationstechnik in der Schweiz dieses Jahr ein Volumen von insgesamt 18 Milliarden Euro erreichen, als etwa 27,2 Milliarden Franken. Verglichen mit dem letzten Jahr würde dies einem Rückgang von 1,3 Prozent entsprechen.
Für das nächste Jahr prognostiziert Eito eine Rückkehr zu einem zumindest leichten Marktwachstum von 1 Prozent. Damit liegen die Marktforscher noch etwas unter ihrer Prognose vom Juni dieses Jahres. Für Swico-Präsident Andreas Knöpfli sind die Zahlen trotzdem Anlass für vorsichtigen Optimismus: "Trotz Wirtschaftskrise entwickelt sich der Schweizer ICT-Markt tendenziell positiv." Die meisten Konsumenten würden trotz der Krise kaum Zurückhaltung zeigen. Und auch bei Unternehmen werde in neue ICT-Projekte investiert. "Viele Firmen investieren vermehrt und versprechen sich durch den Einsatz neuer Technologien noch stärker als bisher Effizienzvorteile".
Das Eito versucht jeweils, den kompletten IT- und Telekommunikationsmarkt, inklusive Hardware, Software und Services sowohl im Unternehmens- als auch im Consumerbereich zu erfassen. Das Volumen des IT-Markts für sich gesehen schätzt Eito dieses Jahr auf 14,5 Milliarden Franken, 2,1 Prozent weniger als 2008. Der Umsatz mit Hardware, der dieses Jahr um 6 Prozent auf rund 4,2 Milliarden Franken zurückgeht, soll nächstes Jahr gemäss Eito aufgrund der heftigen Preiskämpfe in etwa gleich bleiben. Wachstum prognostiziert Eito dafür im Gesamtmarkt für Software und IT-Services. Nachdem er dieses Jahr um 0,3 Prozent auf 10,3 Milliarden Franken schrumpfte, soll er nächstes Jahr wieder um 1,4 Prozent wachsen.
Weiterer Rückgang im Projektgeschäft, glaubt PAC
Eine ähnliche Prognose macht auch das Beratungsunternehmen Pierre Audoin Consultants (PAC), dass sich in seiner Studie Studie "Software & IT Services Industry" auf den Unternehmensbereich konzentriert.
PAC schätzt das Volumen für Software und IT-Services im Schweizer Markt für 2009 auf etwas über 8,2 Milliarden Franken. PAC konstatiert Umsatzrückgänge bei Dienstleistungen im Projektgeschäft (minus ca. 2,3 Prozent) und im Softwaregeschäft (-1,7 Prozent), während das Oputsourcinggeschäft weiterhin Wachstum gezeigt haben soll (+5%). Im nächsten Jahr soll das Outsourcinggeschäft noch schneller wachsen und das Softwaregeschäft zum Wachstum zurückkehren. Für projektgebundene Services prognostiziert PAC aber noch einmal einen leichten Rückgang.
Trotz Wirtschaftsflaute gebe es keinen Einbruch im Schweizer Software- und IT-Services-Markt, fasst PAC zusammen. Allerdings werde sich der hiesige Markt im internationalen Vergleich auch nur eher langsam erholen.
"Beispielsweise suchen Unternehmen nach Möglichkeiten zur Kostensenkung. Die Auslagerung von Teilen der IT kann ein Weg dahin sein, so dass sich der Markt für Outsourcing und Managed Services auch weiterhin dynamisch entwickeln wird", kommentiert Eike Bieber, Consultant bei PAC weiter. "Trotz hoher Nachfrage ist jedoch nicht mit einem Quantensprung im Marktvolumen zu rechnen, da die Preise aktuell extrem unter Druck sind. Die Outsourcing-Anbieter ihrerseits lassen Vorsicht walten bei Ausschreibungen, die mit einem hohen Risiko verbunden sind oder wenig Aussicht auf Marge versprechen." (Hans Jörg Maron)

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