Schweizer Informatik-Start-Ups im kontinuierlichen Überlebenskampf

28. Januar 2008 um 12:05
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Nach einem Jahr waren erst 16 Prozent tot, nach fünf Jahren mehr als die Hälfte.

Nach einem Jahr waren erst 16 Prozent tot, nach fünf Jahren mehr als die Hälfte.
Das Bundesamt für Statistik hat eine auf Zahlen aus dem Jahr 2005 basierende Erhebung zur "Überlebensrate" von neu gegründeten Unternehmen veröffentlicht. Sie zeigt, dass ein überstandenes erstes Jahr noch lange keine längerfristige Überlebensgaratie ist. Auch in den folgenden Jahren geben jeweils noch eine ganze Menge "den Löffel ab."
Nach den Zahlen des BfS waren 2005 noch 82 Prozent der im Jahr davor gegründeten Unternehmen aktiv. Die Überlebensrate nach 2 Jahren Geschäftstätigkeit fiel auf 71 Prozent zurück, nach 3 Jahren auf 65 Prozent, nach 4 Jahren auf 60 Prozent und nach 5 Jahren waren es noch 49 Prozent.
Bei den Start-Ups aus dem Bereich "Informatik-Dienstleistungen" ist das Bild sogar noch etwas ausgeprägter. Von den ein Jahr alten Unternehmen waren bei der Zählung 2005 noch 83,6 Prozent aktiv, bei den zwei Jahren alten waren es 66,7 Prozent, von den drei Jahre alten 59,2 Prozent, von den vier Jahre alten 49,1 Prozent und von den fünf Jahre alten noch 43,8 Prozent.
Dabei ist allerdings zu beachten, dass es sich um eine Momentaufnahme handelt. Die Unternehmen, die 2005 fünf Jahre alt waren, wurden im Jahr 2000 gegründet, die Einjährigen im Jahr 2004. Im Jahr 2000 wurden gemäss der BfS-Statistik im Bereich Informatikdienstleistungen 1624 neue Unternehmen gegründet Die 2000er enstanden, viele auch etwas vorschnell, in einer Zeit der IT-Euphorie, und mussten danach die tiefe Krisenzeit der beiden folgenden Jahre überstehen. In den folgenden Jahren bis 2004 sank die Zahl der Neugründungen kontinuierlich. Die noch 840 im wesentlich nüchterneren IT-Jahr 2004 gegründeten Start-Ups hatten dagegen in der Folgezeit wesentlich günstigere wirtschaftliche Voraussetzungen. (hjm)

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