Schweizer Justiz schreibt Weiter­entwicklung ihrer Open-eGov-Lösung aus

18. Dezember 2020, 14:51
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Für die Weiterentwicklung sowie den Betrieb und die Pflege der Plattform des Bundesamts für Justiz werden IT-Dienstleister gesucht.

Das Bundesamt für Justiz will seine Open-eGov-Plattform weiterentwickeln. Nun sucht es IT-Dienstleister, die dies bewerkstelligen können und zugleich für Betrieb und Pflege verantwortlich zeichnen. Für Neuentwicklungen und Pflege sind maximal 57'500 Stunden bis ins Jahr 2032 festgelegt, die nach Bedarf abgerufen werden können. Für den Betrieb der Umgebung werden inklusive Optionen über 10 Jahre 27'500 Stunden und für die Pflege 33'000 Stunden veranschlagt.
Die Open-eGov-Plattform sei eine komplexe Umgebung mit untereinander vernetzten Anwendungen, Softwarekomponenten und Services, heisst es in der Ausschreibung. So werden auf der Plattform unter anderem das Bestellwesen von Strafregisterauszügen, der elektronische Nachrichtenverkehr, mehrere Register sowie die Datensicherung der Grundbücher betrieben.
Es sollen künftig weitere Kleinanwendungen dafür entwickelt werden. Definiert sind diese allerdings noch nicht. Es heisst lediglich, dass Umsetzung und Entwicklung neuer Anforderungen und Funktionalitäten gewünscht seien. Dabei soll das Bundesamt für Justiz von den Ausschreibungsgewinnern auch bei der Analyse und Konzeption unterstützt werden.
Derzeit werden die gewünschten Leistungen von den beiden Berner Firmen Fence IT und Glue Software Engineering erbracht. Diese können sich wieder an der offenen Ausschreibung beteiligen. Um alle Anbieter gleichzubehandeln, könne man Quellcode und weiteres vor Ort in Augenschein nehmen: Übersicht der Anwendungen und Tools, Software-Architektur (Layers, Pattern, Bibliotheken), Schnittstellen, fachliche Kurzübersicht (Subsysteme), Organisatorisches / Zusammenarbeit sowie Einsicht in den Code, sind dabei vorgesehen, wie den Ausschreibungsunterlagen zu entnehmen ist.

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