Schweizer Kleinkraftwerke im Visier von Hackern

31. Januar 2014, 16:08
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Schon seit geraumer Zeit weisen Security-Experten darauf hin, dass Hacker vermehrt kritische Infrastrukturen ins Visier nehmen, die ans Internet angeschlossen sind, etwa Strom- oder Bahnnetze.

Schon seit geraumer Zeit weisen Security-Experten darauf hin, dass Hacker vermehrt kritische Infrastrukturen ins Visier nehmen, die ans Internet angeschlossen sind, etwa Strom- oder Bahnnetze. Der im Sommer 2010 erstmals aufgetauchte Virus Stuxnet zeigte, dass man mit Malware auch Kernkraftwerke beschädigen kann (in diesem Fall ein iranisches.
Dass es auch in der Schweiz Attacken gibt, etwa auf Wasserkraftwerke, hat der Bund jetzt bestätigt. Gegenüber 'SRF' sagte Max Klaus von der Melde- und Analysestelle des Bundes: "Wir haben Kenntnisse von solchen Vorfällen." Klaus warnt, dass es zu einem Kaskaden-Effekt kommen kann, "so dass eine ganze Region ohne Strom dastehen würde". Auch Candid Wüest, Sicherheitsexperte bei Symantec, bezeichnet die Gefahr als real: "Es gibt tatsächlich auch in der Schweiz Wasserkraftwerke, die angreifbar sind."
Klaus glaubt, dass vor allem Kleinkraftwerke gefährdet sind, weil sie weniger Security-Know-how haben. Die grossen Wasserkraftwerke und insbesondere die Atomkraftwerke seien gut geschützt, meint der Sprecher des Stromnetzbetreibers Swissgrid. Die Gefahr, dass mehrere Anlagen mittlerer Grösse gleichzeitig angegriffen werden, schätzt er als klein ein. (mim)

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