Schweizer Koalition für sichere E-Mail-Kommunikation

2. Februar 2015, 13:01
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Um die Nutzung verschiedener Secure-Mail-Lösungen zum Informationsaustausch mit den Behörden zu vereinfachen, haben die drei Schweizer Anbieter Post (IncaMail), Health Info Net (HIN) und Seppmail mit --http://www.

Um die Nutzung verschiedener Secure-Mail-Lösungen zum Informationsaustausch mit den Behörden zu vereinfachen, haben die drei Schweizer Anbieter Post (IncaMail), Health Info Net (HIN) und Seppmail mit Swissmailsec, stösst nun die Post neu dazu. Da gerade Behörden mit einer Vielzahl an Organisationen aus Wirtschaft und Politik in Kontakt stehen, sollen im neuen Angebot die Einzelsysteme der Nutzer keine Rolle mehr spielen. Der Verbund der drei Anbieter soll "über eine halbe Million Nutzer umfassen, darunter 1000 Unternehmen, über 400 Institutionen aus dem Gesundheitswesen, etliche Behörden und die Mehrheit der Schweizer Arztpraxen". Swissmailsec sei aber keine eigene Firma, sagt Sascha Maksymov von Seppmail zu inside-it.ch. Vielmehr sei dieser Zusammenschluss laut gemeinsamer Mitteilung so offen angelegt, dass weitere Anbieter sicherer E-Mail-Kommunikationssysteme integriert werden können.
Dass man auf diese Weise sukzessive eine zum Monopol neigende Plattform für den sicheren E-Mail-Verkehr in der Schweiz aufbaut, wird allerdings bei Seppmail wie bei der Post bestritten. Die Differenzen der drei Anbieter im Markt würden davon aber nicht tangiert, so Maksymov. Vielmehr profitierten nun alle drei Firmen von dem gemeinsamen Zugang zu den Behörden und könnten somit ihre jeweilige Kundenbasis erweitern. Man adressiere jeweils andere Zielgruppen, begründet HIN-Sprecherin Natalie Cartier den Ausbau der Zusammenarbeit im Gespräch mit inside-it.ch. HIN fokussiert auf das Gesundheitswesen, während Seppmail unter anderem die Finanzbranche, Industrie und das Transportwesen adressiert. Die Post ist jedoch sehr breit aufgestellt und ein spezifischer Branchenfokus nicht auszumachen, wie Nathalie Dérobert Fellay von der Medienstelle gegenüber inside-it.ch bestätigt.
Laut Maksymov ist zu beachten, dass im Zentrum des neuen Angebots die Intensivierung des elektronischen Austausches mit den Behörden in der Schweiz steht. Dazu würden bisherige Schnittstellenbarrieren abgebaut. Also sei es bei Swissmailsec künftig egal, welches der drei Systeme die Kommunikationspartner nutzen. (vri)

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