Schweizer Leben "zu einem Drittel digital"?

31. März 2009, 13:04
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Schlafen, arbeiten, essen und 0101000001000011.

Schlafen, arbeiten, essen und 0101000001000011.
"Eidgenössisches Leben zu einem Drittel digital": Der Titel, den Microsoft und Publicis für die erstmalige Publikation ihres "Digital Life Index" gewählt haben, ist, wörtlich genommen, arg zugespitzt. Die Grunddaten, die der Index zur Bedeutung von digitalen Kommunikationsmitteln und digitalen Geräten in der Schweiz liefert, sind aber interessant.
Der Index, der das "Ausmass der Digitalisierung im Leben der Schweizer Bevölkerung" messen will, soll in Zukunft halbjährlich publiziert werden. Der erste Wert steht bei 0,31. Dies ergibt sich aus dem Durchschnitt der Indexwerte in fünf verschiedenen Kategorien.
So hat die zugrundeliegende Umfrage, für die im Februar rund 1000 Schweizer und Schweizerinnen begragt wurden, ergeben, dass an einem beliebigen Tag mehr als die Hälfte davon ein digitales Kommunikationsmittel benützt. Für die überwiegende Mehrheit von 41 Prozent ist das E-Mail. Instant Messaging, Skype und Social Networking kommen auf jeweils einstellige Prozentwerte. Dabei gibt es aber einen grossen Generationenunterschied: Jugendliche in Ausbildung benutzen bereits eher IM als E-Mail, und sie tummeln sich auch mehr als doppelt so häufig auf Social-Networkung-Sites, als der Durchschnitt der Bevölkerung.
Spannend sind die altersbedingten Unterscheide auch bei der Wichtigkeit, die digitalen Gadgets eingeräumt wird. Danach gefragt, auf welche Gegenstände sie (ausser Essen, Trinken usw.) unmöglich verzichten könnten, wurde von allen Befragten am häufigsten das Auto genannt (38%), gefolgt von PC (25%), Fernseher (19%), und Mobiltelefon (18%). Bei den Jugendlichen nannten aber 45 Prozent das Handy und nur 28 Prozent das Auto.
Weitere Werte, die in den Index einfliessen, sind die Verwendung von digitalen Mitteln beim Einkauf, der Unterhaltung und der Informationsbeschaffung sowie die Einschätzung von verschiedenen Produkten als "Statussymbol".
Rund 37 Prozent der Befragten hat im letzten Monat online etwas eingekauft, rund ein Viertel nützen das Internet, um sich über das tägliche Zeitgeschehen zu informieren. Im Unterhaltungsbereich scheint der Computer in der Beliebtheitsskala Bücher und Fernseher überholt zu haben: 46 Prozent würden den PC als eines von drei Dingen auf eine einsame Insel mitnehmen, nur 41 Prozent Bücher und nur 19 Prozent den Fernseher.
Alle Indexwerte kann man online auf www.digitallifeindex.ch abrufen. (hjm)

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