Schweizer Manager bleiben optimistisch

17. Dezember 2019, 15:49
image

Laut Personaldienstleister Robert Half sehen Schweizer Manager Wachstums­aussichten. Aber nur, wenn sie die Leute dazu finden.

Laut Personaldienstleister Robert Half sehen Schweizer Manager gute Wachstumsaussichten. Aber nur, wenn sie die Leute dazu finden.
Die Zukunft scheint wegen Handelskriegen, dem Brexit oder Regulatorien rund um den Klima- oder Datenschutz unsicher. Das beunruhigt 96 Prozent der Manager nicht, die vom Personaldienstleister Robert Half befragt wurden. Diese CIOs, CFOs und weitere Manager mit Personalverantwortung sind zuversichtlich, was die Wachstumsaussichten für das erste Halbjahr 2020 betrifft.
Derart optimistisch zeigen sich laut der Medienmitteilung auch die Befragten in der Schweiz: 56 Prozent der Manager sehen die Wachstumsaussichten ihres Unternehmens "sehr zuversichtlich". 41 Prozent sind immerhin noch "ziemlich zuversichtlich". Also sehen nur gerade drei der Prozent der Befragten die Monate Januar bis Juni 2020 skeptisch.
In der Schweiz sei das Wirtschaftsklima allgemein gut, sagen 61 Prozent als Grund. Ebenso verleiten hiesige Gesetze und Verordnungen 41 Prozent der Manager zu Optimismus. In Deutschland zeigen sich ähnliche Zahlen, so der Personaldienstleister.
Ohne geeignete Mitarbeitende ist Wachstum schwer zu erzielen und 56 Prozent der Schweizer Befragten finden die gesuchten Fachleute. Allerdings nicht alle und das könnte sich auch ändern, glauben die Autoren der Umfrage.
59 Prozent der Manager befürchten offenbar, dass sie frei werdende oder neue Stellen nicht adäquat besetzen können und dass sich dies zu einem Wachstumshindernis auswachse. Welche fehlenden Fähigkeiten hierzulande speziell gefragt sind, wird aber nicht ausgedeutscht.
Die Manager bemängeln auch, dass es an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten mangle, um die Digitalisierung erfolgreich zu nutzen. Was damit konkret gemeint ist und wie die Arbeitgeber in Aus- und Weiterbildungen von Mitarbeitenden investieren, geht aus der Befragung ebensowenig hervor. "Arbeitgeber müssen Mitarbeiter und Bewerber mit Potenzial und Veränderungswillen stärker fördern und sie für neue Aufgaben weiterbilden", mahnt Zerrin Azeri, Associate Director bei Robert Half, ganz allgemein.
Dies wohl insbesondere bei "digitalen Themen", steht doch die "digitale Transformation" bei vielen Befragten oben auf der Traktanden- und Investitionsliste.
Laut Robert Half sei die im Oktober 2019 durchgeführte Befragung repräsentativ, von den 5165 antwortenden Managern stammen 300 aus der Schweiz. (mag)

Loading

Mehr zum Thema

image

In Uri wird ein Informatiker Chef der Kapo-Kommandodienste

Urs Aschwanden ist ab 1. Januar 2023 Leiter der Dienstleistungsabteilung der Kantonspolizei. Er war bislang Informatik- und Technik-Leiter.

publiziert am 24.11.2022
image

Lauris Loat wird neuer Datenschützer im Wallis

Er folgt auf Sébastien Fanti, der das Amt während 9 Jahren geleitet hat. Die ersten Aufgaben für den neuen Datenschützer warten bereits.

publiziert am 23.11.2022
image

Faigle holt Digitalisierungs-Chef in die Geschäftsleitung

Die Faigle Gruppe verstärkt sich im Bereich Digitalisierung: Stephen Trowbridge stösst neu als Chief Digital Officer zur Geschäftsleitung dazu.

publiziert am 22.11.2022
image

Lufthansa plant 20'000 Neuein­stellungen

In 45 Berufen, darunter auch in der Technik und IT, plant der Konzern nach dem Abbau in der Coronakrise wieder Leute zu rekrutieren. Auch die Swiss plant 1500 Neueinstellungen.

publiziert am 21.11.2022