Schweizer Mobile-Banking-Lösung erobert Arabien

24. Oktober 2008 um 12:26
  • technologien
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Die Badener Vipera schlägt vor allem in Dubai und Qatar zu.

Die Badener Vipera schlägt vor allem in Dubai und Qatar zu.
Noch ist Bezahlen per Handy und mobiles Banking kein weit verbreitetes Phänomen – aber ein Schweizer Softwareunternehmen kann trotzdem damit Erfolge feiern. Die 2005 gegründete Badener Softwareschmiede Vipera findet die Kunden für ihre Plattform für Mobile Banking und für Mobile Payment allerdings gegenwärtig nicht in der Schweiz und auch nicht einmal um umliegenden Ausland, sondern in grösserer Ferne: Das Unternehmen ist geschäftlich vor allem in den vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), insbesondere Dubai und Qatar, tätig und erfolgreich. Die Begründung, die der Vipera-Mitgründer und Cheftechnologe Silvano Maffeis (Foto) liefert, ist kurz und trocken: "Die Nachfrage hat uns einfach dorthin gezogen."
In den Vereinigten Arabischen Emiraten hat man also anscheinend nicht nur den Roger Federer gern, sondern eben auch die Software-Plattform von Vipera. Das grösste Einzelprojekt führt Vipera gegenwärtig bei einem der Innenministerien in der Region durch. Gerade live gegangen ist ausserdem die Plattform bei der Mashreqbank, einer der grössten Banken in Dubai. Und schon seit einem Jahr benützt die Polizei von Dubai Vipera-Software, um "zur Freude aller Autofahrer" (O-Ton Maffeis) Bussen per Handy zu verteilen.
Vor wenigen Tagen konnte Vipera ausserdem eine exklusive Vertriebspartnerschaft mit Axiom Telecom, der grössten Handy-Vertriebskette in den VAE, vereinbaren. Axiom wird dadurch zum primären Vertriebs- und Support-Partner von Vipera, so Maffeis, es handle sich also keineswegs um eine "blosse Schulterklopf-Partnerschaft".
Axiom wird Vipera über seine neu gegründete Abteilung für "Mobile Solutions" vertreiben. Diese soll sich darauf konzentrieren, Zusatzservices für Handykunden wie eben mobile Bezahlung und mobiles Banking anzubieten. (Hans Jörg Maron)

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