Schweizer Mobilfunkfrequenzen werden neu vergeben

26. November 2010, 12:14
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Telekom-Experte Ralf Beyeler: "Ich befürchte, der Wettbewerb bleibt lahm und die Preise hoch".

Telekom-Experte Ralf Beyeler: "Ich befürchte, der Wettbewerb bleibt lahm und die Preise hoch".
Die Eidgenössische Kommunikationskommission ComCom schreibt die Mobilfrequenzen neu aus. Sie werdenim Rahmen einer Auktion vor den Sommerferien 2011 vergeben. Die Neuausschreibung erfolge insbesondere im Hinblick auf das Auslaufen der GSM- und UMTS-Konzessionen Ende 2013 beziehungsweise Ende 2016, heisst es in einer Mitteilung. Zudem schreibe die Schweiz als eines der ersten Länder in Europa die Frequenzen der so genannten digitalen Dividende im 800 Megahertz-Bereich aus. Die Mobilfunkfrequenzen werden einheitlich zur Nutzung bis Ende 2028 ausgeschrieben.
Wie die ComCom in ihrer Mitteilung schreibt, sollen Schweizer Konsumenten auch in Zukunft von qualitativ hoch stehenden und "möglichst günstigen" Mobilfunkangeboten profitieren. Allerdings schreibt sie auch, dass die Mindestpreise für die Frequenzblöcke so festgelegt würden, "dass ein angemessener Konzessionserlös sichergestellt" sei. Bei besonders attraktiven Frequenzen legt die ComCom sogar Mindestpreise fest, "die deutlich über dem vom Bundesrat vorgegebenen Minimum liegen", heisst es weiter.
Ob die ComCom ihrem eigenen Ansinnen nach "möglichst günstigen" Mobilfunkangeboten damit entgegenkommt, ist fraglich. Oder wie es Ralf Beyeler, Telekom-Experte von Comparis auf Twitter ausdrückt: "Ich befürchte, Wettbewerb bleibt lahm + Preise hoch". (bt)

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