Schweizer Online­händler sehen grosse Export-Hürden

22. Oktober 2019, 14:19
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Die zunehmende Beliebtheit von ausländischen Anbietern wie Amazon und Aliexpress macht vielen Schweizer Onlinehändlern zu schaffen.

Die zunehmende Beliebtheit von ausländischen Anbietern wie Amazon und Aliexpress macht vielen Schweizer Onlinehändlern zu schaffen. Konsumenten hierzulande halten sie daher laut einer Studie vermehrt mit Angeboten wie Gratisversand und weiteren Zugeständnissen bei Laune, wie aus einer Studie der ZHAW und der HWZ im Auftrag der Schweizerischen Post hervorgeht.
Die Befragung unter Händlern und Konsumenten zeigt, dass Schweizer Onlinehändler vermehrt Zusatzleistungen anbieten müssen, um gegen die Konkurrenz aus dem Ausland anzukämpfen. Konkret habe sich der Anteil an Onlinehändlern, die einen kostenlosen Versand anbieten, von 51 Prozent im Vorjahr auf 54 Prozent erhöht. Eine kostenlose Rücksendung bieten demnach mittlerweile 28 Prozent der befragten Onlinehändler an. Im letzten Jahr waren es 25 Prozent.
Um den Umsatz im Online-Shop weiter anzutreiben setzt die Mehrzahl der Onlineshops auf Empfehlungen für ergänzende oder alternative Produkte. Auch Rabatt-Codes für die nächste Bestellung oder ein Erinnerungs-E-Mail beim Abbruch des Bestellvorgangs sollen den Absatz steigern, so die Angaben der Anbieter. Mittlerweile macht auch fast die Hälfte der Schweizer Onlineshops beim Aktionstag Black Friday mit.
Zu grosse Hürden für den Schritt ins Ausland
Der Schritt über die Grenzen kommt aber nur für Wenige in Frage. Drei Viertel der Händler verkaufen ihre Produkte ausschliesslich in der Schweiz. Die Barrieren für den Export seien zu hoch, so die befragten Händler. Sie gaben an, dass die Herausforderungen für einen internationalen Vertrieb vor allem die Zölle (69 Prozent), der Versand und die Logistik (58 Prozent) sowie hohe Kosten für Lohn und Lager in der Schweiz (57 Prozent) seien.
Als weitere Hürden wurden die Währung und Steuern sowie die Herausforderung des internationalen Kundenservices und die Sprache genannt. Jedem fünften fehle daneben das Kapital für den Schritt ins Ausland.
Die Befragung der Händler wurde zwischen Februar und Mai 2019 online durchgeführt. Von gut 3300 Onlinehändlern haben 279 die Umfrage beendet. Die vollständigen Ergebnisse sind online verfügbar (PDF) verfügbar. (kjo)

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