Schweizer Outsourcing-Markt von ITO geprägt

21. Februar 2011, 12:31
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Klassisches IT-Outsourcing nach wie vor beliebter als BPO.

Klassisches IT-Outsourcing nach wie vor beliebter als BPO.
Das Sourcing-Beratungsunternehmen TPI hat kürzlich den TPI-Index zum vergangenen Jahr veröffentlicht. Im Gespräch mit inside-it.ch erläutert Bernd Schaefer, Partner & Managing Director bei TPI in Deutschland, einige Aspekte, die auch auf den Schweizer IT-Outsourcing-Markt zutreffen. TPI berücksichtigt in dem Index-Report Outsourcing-Deals ab einer Grösse von über 20 Millionen US-Dollar, hat also eher die mittelgrossen bis grossen Outsourcing-Bewegungen auf dem Schweizer Markt im Visier.
Für die Schweiz gelte grundsätzlich, was in ganz Zentraleuropa der Fall sei. Im Bereich ITO (IT-Outsourcing) sei in den vergangenen zwölf Monaten viel gegangen. Dies im Gegensatz zum angelsächsischen Raum, wo sich der Markt nicht weiterbewegt habe. "In der Schweiz gab es Investitionen in Outsourcing-Dienstleistungen wie Rechenzentrums-Betrieb, Netzwerk oder Desktop-Management", so Schaefer. Die Ausgaben für ITO in der Schweiz übersteigen jene für Business Process Outsourcing (BPO). Das Auslagern von kompletten Geschäftsprozessen wird zwar in der Schweiz beliebter, doch grosse Stricke werden hier offenbar (noch) nicht zerrissen.
Mit Blick auf das laufende Jahr meint Schaefer: "Wir wissen, dass einige grössere Transaktionen zum Abschluss kommen werden." Die Outsourcing-Aktivitäten dürften keine Branche im Speziellen betreffen, auch wenn TPI erwartet, dass die Schweizer Banken nun wieder vermehrt auslagern werden. Zumindest was die Auslagerung von Anwendungsentwicklungen angeht, erwartet TPI, dass Unternehmen die Anzahl ihrer Dienstleister weiter verringern. Das geschehe, damit diese Ressourcen besser überblickt und gesteuert werden können und eigene Ressourcen (inhouse) so wieder auf Kernkompetenzen gebracht werden können. "Es gibt Firmen, die haben eine vierstellige Zahl von externen Providern, die sich mit Anwendungsentwicklung beschäftigen. Das Management all dieser Firmen kostet Zeit und Ressourcen, die man klugerweise direkt in die Anwendungsentwicklung steckt", so Schaefer.
Die Konsolidierung dürfte freilich auch unter den Outsourcing-Anbietern selbst weiter gehen. In den vergangenen Jahren gab es viele Zusammenschlüsse und Übernahmen auf dem Outsourcing-Markt. "Ich glaube nicht, dass die Konsolidierung schon zu Ende ist", meint Schaefer. (mim)

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