Schweizer pushen offenen Standard zur Fondsdatenübermittlung

27. Juni 2016, 13:58
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Nach zweijähriger Vorarbeit haben sich jetzt zwölf Banken auf den Openfunds-Standards geeinigt und die Version 1.

Nach zweijähriger Vorarbeit haben sich jetzt zwölf Banken auf den Openfunds-Standards geeinigt und die Version 1.0 des Standards zur Fondsdatenübermittlung veröffentlicht. An vorderster Front haben sich UBS, Credit Suisse, Julius Bär und fundinfo, eine internationale Plattform für Fundinformationen, für die Lancierung stark gemacht, heisst es in einer Mitteilung der Initiative Openfunds. Sie ist 2015 als Non-Profit Konsortium an den Start gegangen und umfasst inzwischen nach eigenen Angaben 400 Finanzinstitute, die künftig Fondsstammdaten in dem neuen Standard versenden und empfangen wollen. Die Nutzung des Standards ist kostenfrei, es dürfen allerdings keinerlei Änderungen daran vorgenommen und die Quelle des erweiterbaren Standards muss genannt werden. Es handelt sich um "open content" unter einer Creative-Common-Lizenz, wie es weiter heisst.
Aktuell umfasst der Standard 200 Fonds-Datenfelder, von denen jedes einzelne für die Datenübertragung genau spezifiziert und mit einem eindeutigen Identifier versehen ist. Die Beschreibung der Felderliste lässt sich unter openfunds.org einsehen.
Ziel der Initiative ist es, die derzeit noch oft manuell aufbereiteten Daten schneller und genauer zu übertragen. Die damit möglich werdende Qualität der Stammdaten soll den Teilnehmern ausserdem ermöglichen, ihren bisherigen Prozess besser zu automatisieren und den Datenzugang auszubauen. Zudem habe der Standard zur Folge, dass mehr Transparenz und Verlässlichkeit geschaffen werde, weil Anlagefonds viel einfacher bewertet und verglichen werden können, so Sascha Lingling von der UBS in einem Statement. Laut Credit-Suisse-Mann Fabio Pérez Cina gehe es nun darum, Openfunds als faktisch globalen Standard für den Fondsdatenaustausch zu fördern. (vri)

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