Schweizer SAP-Kunden erhalten mehr Gewicht

30. September 2009, 09:06
  • business-software
  • dsag
  • schweiz
  • support
  • wartung
image

Christian Zumbach ist im Vorstand der SAP-User-Vereinigung DSAG zuständig für das Ressort Schweiz. Die Rekrutierung von neuen Mitgliedern ist sein Kernziel. Der Streit um den Enterprise-Support bleibt ein wichtiges Thema.

Christian Zumbach ist im Vorstand der SAP-User-Vereinigung DSAG zuständig für das Ressort Schweiz. Die Rekrutierung von neuen Mitgliedern ist sein Kernziel. Der Streit um den Enterprise-Support bleibt ein wichtiges Thema.
Die "Deutschsprachige SAP-Anwender-gruppe" (DSAG) veranstaltet diese Woche in Bremen den zehnten Jahreskongress. Eines der ganz wichtigen Themen war - wie schon beim letztjährigen Treffen in Leipzig - der SAP Enterprise-Support. Ein Grossteil der SAP-Kunden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kann mit dem zwar umfangreicheren aber teureren Support-Modell nichts anfangen. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) fühlen sich benachteiligt und möchten zurück zum Standard-Support mit 17 Prozent Wartungsgebühr.
Schweizer Vertreter im DSAG-Vorstand
Schweizer SAP-Kunden fühlen sich besonders benachteiligt, weil SAP in Deutschland und in Österreich nach heftigem Druck durch die DSAG einen Rückzieher gemacht.
Einer, der sich für die Interessen der Schweizer SAP-Kunden einsetzt, ist Christian Zumbach (Foto). Der Berner ist seit einigen Wochen "besonderer Vertreter des Vorstands" der DSAG und soll heute Abend im Bremen formell zum Vorstand für das Ressort Schweiz ernannt werden. Dass die Schweiz innerhalb der DSAG mit ihm mehr Gewicht erhalte, habe im Grunde genommen nichts mit dem Zwist um den Enterprise-Support zu tun, sondern damit, dass die DSAG im vergangenen Jahr eine Reorganisation durchgeführt habe, sagt Zumbach im Gespräch mit inside-it.ch. Trotzdem dürfte seine Berufung in den DSAG-Vorstand nach aussen vor allem mit der Problematik Enterprise-Support in Verbindung gebracht werden.
Alle 50 IG-Firmen in die DSAG?
Zumbach macht denn auch keinen Hehl daraus, dass er sich im Zusammenhang mit diesem Problem einsetzen wird - sozusagen in der Freizeit, da er seinen Job als Leiter Application Operation beim Energie-Dienstleister "cc energie sa" weiterhin ausüben wird. Das Unternehmen gehört den beiden Energie-Versorgern BKW FMB Energie AG und Groupe E. Beide Firmen sind Mitglieder der "Interessengemeinschaft SAP Wartung CH", die seit Sommer 2008 gegen die zwanghafte Einführung des Enterprise-Supports kämpft. Die IG hat von der DSAG in den vergangenen Monaten nicht nur moralische und organisatorische sondern auch finanzielle Unterstützung erhalten.
Zumbachs Hauptziel ist aber, mehr Mitglieder aus der Schweiz in die DSAG zu bringen. Zurzeit sind es 125 Firmen und 1261 Einzelmitglieder. In Zukunft soll es auch in der Schweiz mehrere Arbeitskreise und -gruppen geben, damit alle relevanten Branchen vertreten sind. "Ich möchte, dass Schweizer Firmen mehr Gewicht gegenüber SAP bekommen", sagt Zumbach.
Einige der 50 Firmen der IG Wartung sind bereits in der DSAG. Die restlichen zu integrieren, sollte doch angesichts der gemeinsamen Interessen nicht so schwer sein, oder? "Wenn das nur so einfach wäre", meint Zumbach schmunzelnd. (Maurizio Minetti)

Loading

Mehr zum Thema

image

Prantl behauptet: Bexio wird definitiv zum Lakaien der Mobiliar

Unser Kolumnist Urs Prantl kritisiert die neue Datenweitergabe-Praxis von Bexio und deren äusserst kurzfristige Bekanntgabe.

publiziert am 23.5.2022
image

Widerstand gegen RZ-Grossprojekt in Saint-Triphon

Das Projekt für ein Rechenzentrum im kleinen Waadtländer Dorf wird von Umweltverbänden und Anwohnern angefochten.

publiziert am 23.5.2022
image

Inseya ernennt neuen CTO

Als Chief Technology Officer soll Stephan Gautschi die Bereiche SASE Cato Cloud und Sentinelone beim Schweizer Security-Unternehmen stärken.

publiziert am 23.5.2022
image

SP will Huawei verbannen

"Aufgrund der Nähe von Huawei zum autokratischen chinesischen Staat" soll die 5G-Netzwerktechnik des Herstellers auch in der Schweiz verboten werden.

publiziert am 23.5.2022 1