Schweizer Schulen konsolidieren Identitäts-Management

8. Oktober 2019, 12:27
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Die Föderation der Identitätsanbieter ist der Zusammenschluss von im Schweizerischen Bildungsraum aktiven Identitäts-Management-Systemen.

Die Föderation der Identitätsanbieter ist der Zusammenschluss von im Schweizerischen Bildungsraum aktiven Identitäts-Management-Systemen. Diese suchen nun im Rahmen des Projekts FIDES einen Anbieter für den technischen Betrieb ihrer Systeme. Konkret soll dieser über drei Jahre die Schnittstellen aufbauen und betreiben sowie die Integration der Systeme übernehmen, wie einer Ausschreibung auf Simap zu entnehmen ist. Zudem soll er die Weiterentwicklung der Föderation umsetzen.
Das System umfasst Schüler von der Primarstufe bis zur Berufsbildung, die entsprechenden Lehrpersonen, Verwaltungspersonal und schulnahe Personen. Die Föderation geht davon aus, dass rund 1,1 bis 1,5 Millionen digitale Identitäten sowie einige Hundert Identitäts- und Dienstleistungsanbieter integriert werden müssen.
Es soll allerdings nicht um ein Identitäts- und Zugangsmanagement "an sich" gehen, wie die Föderation festhält. Es gehe stattdessen um die Organisation und technische Aushandlung des Zugangs auf der Grundlage bestehender digitaler Identitäten von Kantonen, Gemeinden oder einzelnen Schulen durch die Bereitstellung und das Management von föderierten Identitäten.
Das heisst, es sollen vom Anbieter Applikationen gehostet werden, deren Entwicklung hingegen ist im Umfang nicht inbegriffen. Zudem sollen technische Dienste für Installation, Konfiguration, Integration und Überwachung realisiert werden. Und schliesslich soll die Datenbank gehostet und die Design-, Entwicklungs- und Integrationsaufgaben, die für den reibungslosen Betrieb nötig sind, erbracht werden.
Die Server für das Hosting müssen zwingend in der Schweiz stehen, wie der Ausschreibung zu entnehmen ist. Die Art des Hostings ist nicht festgelegt, aber im Falle einer virtualisierten Lösung müsse eine vollständige Isolation von anderen Mandanten oder gemeinsamen Infrastrukturen gewährleistet sein. Zudem muss der Anbieter nachweisen, dass er nicht verpflichtet ist, Daten insbesondere an ausländische Staaten herauszugeben.
Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) hat in ihrem Tätigkeitsprogramm 2015 bis 2019 festgehalten, dass eine Föderation von Identitätsdiensten im Bildungsraum Schweiz entwickelt werden soll. Das Ziel: Gemeinsame Steuerung und Koordination von digitalen Diensten der Kantone und Gemeinden, die Schaffung digitaler Bildungsidentitäten sowie der vereinfachte und sichere Zugang zu digitalen Diensten. (ts)

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