Schweizer Schulen und Microsoft begraben Kriegsbeil

2. Oktober 2013, 15:10
  • politik & wirtschaft
  • microsoft
  • lizenz
  • softwareone
image

Nach dem Lizenz-Betrugsfall: Der neue Rahmenvertrag zwischen Educa und Microsoft Schweiz ist unter Dach und Fach.

Nach dem Lizenz-Betrugsfall: Der neue Rahmenvertrag zwischen Educa und Microsoft Schweiz ist unter Dach und Fach.
Die Bombe platzte Anfang August 2013: Mitarbeiter von Microsoft Schweiz sollen mit dem Microsoft-Partner DirAction beim Handel mit Lizenzen für Schulen betrogen haben. Es soll der grösste Betrug in der Geschichte von Microsoft Schweiz gewesen sein. Der Softwareriese kündigte daraufhin den Rahmenvertrag mit der Schweizerischen Fachstelle für Infomationstechnologien im Bildungswesen (educa.SFIB). Demnach konnten Schulen, die sofort neue Lizenzverträge abschliessen oder an neue Bedingungen (mehr PCs) anpassen müssen, nicht mehr von einem zusätzlichen Mengenrabatt profitieren, der im alten Vertrag festgehalten war. Dieser betrug bis zu 20 Prozent der Schulpreise für Software, hiess es damals.
Nun wurde ein neuer Rahmenvertrag ausgehandelt. Die Verhandlungen dauerten rund vier Monate. "Wir freuen uns über den erfolgreichen Abschluss des neuen Rahmenvertrags mit Educa und sind überzeugt davon, dass wir damit den Schweizer Bildungsinstitutionen weiterhin sehr vorteilhafte Konditionen bieten können", bestätigt Microsoft-Sprecherin Barbara Josef gegenüber inside-it.ch. Zu den Microsoft Licence Solution Partnern gehören unter anderem SoftwareOne, Comsoft, Insight und Comparex.
Viele Schulen seien vom vertragslosen Zustand nicht betroffen gewesen, hiess es Anfang August. Denn die meisten Schulen hatten einjährige Mietverträge für die Software abgeschlossen, und zwar mit Laufzeiten pro Kalenderjahr.
Bei Educa war kurzfristig bis Redaktionsschluss niemand für Fragen erreichbar. (Linda von Burg)

Loading

Mehr zum Thema

image

Neues digitales Organspenderegister soll 2025 kommen

Das BAG prüft in einer internen Studie verschiedene Umsetzungsvarianten eines neuen digitalen Organspenderegisters – mit und ohne staatliche E-ID.

publiziert am 30.11.2022 1
image

Datenschutzbedenken wegen M365: Microsoft wehrt sich heftig

In Deutschland, Frankreich und der Schweiz stehen M365-Anwendungen in der Kritik der Datenschützer. Microsoft erklärt, die Bedenken seien "dogmatischer Selbstzweck".

publiziert am 30.11.2022
image

E-Mails, SMS & Co.: EU will einfacher an digitale Daten kommen

Ermittler in der EU sollen zur Verfolgung schwerer Straftaten einfacher und schneller Zugang zu elektronischen Beweismitteln bekommen – unabhängig davon, ob sie verschlüsselt sind.

publiziert am 30.11.2022 2
image

Google und Youtube investieren, um gegen Fake-News vorzugehen

Der US-Konzern schiesst knapp 13 Millionen Franken in einen Fonds ein, um Faktencheck-Organisationen weltweit zu unterstützen.

publiziert am 29.11.2022