Schweizer Server-Markt stagniert

24. August 2006, 14:05
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Mehr Server generieren weniger Umsatz als vergangenes Jahr. HP bleibt an der Spitze und lässt die Konkurrenz bei Standard-Servern weit hinter sich. Sun führt die Rangliste bei den Unix-Servern an.

Mehr Server generieren weniger Umsatz als vergangenes Jahr. HP bleibt an der Spitze und lässt die Konkurrenz bei Standard-Servern weit hinter sich. Sun führt die Rangliste bei den Unix-Servern an.
In der Schweiz wurden gemäss dem Marktforscher Gartner im zweiten Quartal dieses Jahres 15'228 Server verkauft, was ungefähr gleich viele Einheiten wie im Vergleichsquartal des Vorjahres sind (15'167). Im ersten Quartal dieses Jahres wurden noch 16'166 Server abgesetzt. Mit einer höheren Anzahl Servern erwirtschafteten die Hersteller im Q2 kleinere Umsätze als im Vergleichsquartal 2005: Insgesamt wurden Server für 130,5 Millionen Dollar verkauft, verglichen mit dem Gesamtumsatz von 132,4 Millionen Dollar im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang um 1,5 Prozent.
HP marktführend
HP führte in den drei Monaten die Liste mit 7188 verkauften Servern an, was einer Steigerung um 20,4 Prozent entspricht. Dell verkaufte mit 2210 Einheiten 7,9 Prozent weniger als vor einem Jahr. Am meisten Terrain verloren hat aber IBM mit 1853 Servern, verglichen mit 2774 Einheiten im Vergleichsquartal (-33,2 Prozent). Sun Microsystems verkaufte 12,9 Prozent weniger Server (1053) und Fujitsu Siemens verzeichnete das stärkste Wachstum (+20,8 Prozent) auf 992 verkaufte Einheiten.
Auch nach Umsätzen betrachten bleibt HP an der Spitze mit rund 44 Millionen Dollar Umsatz. HP hat verglichen mit dem Vorjahr mit 14,2 Prozent stärker als alle anderen Konkurrenten zugelegt. IBM, der zweitplatzierte Hersteller, verzeichnete einen Rückgang um 5,6 Prozent auf 39,9 Millionen Dollar. Nur dem fünftplatzierten texanischen Hersteller Dell gings schlechter, mit einem Minus von 5,7 Prozent auf 7,4 Millionen Dollar Umsatz. Sun und Fujitsu Siemens legten um je 3 Prozent auf 25,2 beziehungsweise 9 Millionen Dollar zu.
Bei den x86-Standardservern präsentiert sich die Geschichte ähnlich, mit HP an der Spitze nach verkauften Units und nach Umsätzen. Bemerkenswert ist hier der massive Rückgang von IBM, sei es bei den verkauften Einheiten (-41,9 Prozent auf 1370), aber auch beim Umsatz (-44,7 Prozent auf 5,7 Millionen Dollar). HP bleibt in diesem Bereich Marktführer mit sogar 54 Prozent Anteil nach Umsätzen betrachtet. Insgesamt wurden im zweiten Quartal in der Schweiz 13'253 x86er-Server verkauft bei einem Umsatz von 49,5 Millionen Dollar.
Sun führt Unix-Liste an
Die Rangliste ändert sich, wenn man die Gartner-Zahlen der RISC/Itanium-basierten Unix-Server in der Schweiz anschaut. Sun ist hier solide an der Spitze mit Markanteilen von 47,6 Prozent (nach Units) und 41,9 Prozent (nach Umsatz). Sun konnte sich sogar erlauben, 17,3 Prozent weniger Einheiten als im Vergleichsquartal 2005 zu verkaufen. Umsatzmässig legte Sun um 9,1 Prozent auf 23,9 Millionen Dollar zu. Insgesamt gingen im Q2 1800 Unix-Server über den Ladentisch. Damit wurde aber mit 56,9 Millionen Dollar mehr Umsatz generiert als mit über 13'000 Standardservern. (mim)

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